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Reaktionen aus Mittel- und Oberfranken zum Anschlag in Halle | BR24

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Bei einem antisemitischen Terroranschlag auf eine Synagoge in Halle wurden zwei Menschen getötet und zwei weitere verletzt. Am Tag danach sind auch die jüdischen Gemeinden in Franken um die Sicherheitslage rund um Synagogen besorgt.

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Reaktionen aus Mittel- und Oberfranken zum Anschlag in Halle

Nach dem Anschlag in Halle mit zwei Toten gibt es auch in Franken empörte Reaktionen. Außerdem wird die Polizei Mittelfranken ihre Präsenz bei jüdischen Gebetsveranstaltungen erhöhen, wie sie ankündigte.

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Der Türke Farkhad Kouliev, der mit einer Jüdin verheiratet ist, hat kein Verständnis für den antisemitischen Terrorangriff. Er begreife nicht, warum diese Menschen nicht ruhig miteinander leben können und Mitmenschen einfach umbringen. Er selbst lebe als Moslem Toleranz zwischen den einzelnen Religionen.

Antisemitismus wieder stärker

Joachim Hamburger ist als Vorsitzender der jüdischen Kultusgemeinde in der Nürnberger Nordstadt beunruhigt. Die Tat von Halle sei eine Zäsur in der deutschen Nachkriegsgeschichte. "Ich habe Leute angerufen, nach 1945 gab es das in diesem Lande nicht und das sollte uns alles zu denken geben“, sagte er dem BR in einem Fernsehinterview. Er fügt hinzu, dass der Antisemitismus im Land wieder erstarkt sei.

Mahnwache in Würzburg

Reaktionen in Form von Kerzen und Blumen zeigen sich auch in Würzburg vor dem jüdischen Gemeindezentrum. Hier fand bereits gestern Abend eine Mahnwache statt.

Polizeipräsenz erhöht

Wie in ganz Deutschland werde auch in Mittelfranken nach dem Ereignis am Mittwoch die Präsenz der Polizei erhöht, so Pressesprecherin Elke Schönwald. Maßnahmen der Polizei können künftig eine enge Polizeibestreifung der Einrichtung, aber auch ein Polizeistandposten während Gebetsveranstaltungen oder Ähnliches sein, so die Pressesprecherin weiter.

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In Würzburg hatte die katholische und evangelische Kirche die Menschen am Abend zum jüdischen Gemeinde- und Kulturzentrum Shalom Europa gebeten. Rund 150 Menschen kamen und nahmen mit einer Lichterkette das Zentrum symbolisch in Schutz.