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Reaktion auf Coronatest-Chaos: BRK nimmt Ehrenamtliche in Schutz | BR24

© Nadine Hauk/BR-Mainfranken

Nach der Kritik an den Corona-Tests an Autobahnen in Südbayern und an großen Bahnhöfen verteidigt Alexander Vornwald (BRK Marktheidenfeld) die ehrenamtlichen Helfer. Er fordert, die Erfassung und Weitergabe von Proben bzw. Ergebnissen zu verbessern.

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Reaktion auf Coronatest-Chaos: BRK nimmt Ehrenamtliche in Schutz

Nach der Kritik an den Corona-Tests an Autobahnen in Südbayern und an großen Bahnhöfen verteidigt Alexander Vornwald (BRK Marktheidenfeld) die ehrenamtlichen Helfer. Er fordert, die Erfassung und Weitergabe von Proben bzw. Ergebnissen zu verbessern.

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Alexander Vornwald, Bereitschaftsleiter des BRK in Marktheidenfeld, äußert sich am Freitag zu den Corona-Testpannen an den Autobahnen in Süd- und Südost-Bayern sowie an großen Bahnhöfen. Vornwald nimmt die ehrenamtlichen Helfer in Schutz und fordert, die Erfassung und Weitergabe der Proben beziehungsweise der Ergebnisse, müsse optimiert werden.

"Wir sind einfach etwas enttäuscht, da wir da unten unter Hochleistung gearbeitet haben; bei über 30 Grad in einem Vollschutzanzug ist das nicht so einfach für unsere Helfer gewesen." Laut Vornwald mussten die Helfer bei den hohen Temperaturen nach spätestens 60 Minuten ausgetauscht werden. "Dass das Ganze auf das Ehrenamt geschoben werden soll, ist daher nicht so toll. Wir haben definitiv mit höchster Professionalität daran gearbeitet, dass die Tests richtig laufen." Die Teststationen seien innerhalb von ein bis zwei Tagen vom BRK aus dem Boden gestampft worden, so Vornwald.

Forderung nach digitaler Erfassung sowie Weitergabe von Proben und Ergebnissen

"Ich finde, die Teststationen sind sogar sehr gut aufgebaut worden – auch von der Struktur her. Was jedoch gefehlt hast, war die Digitalisierung bei der Erfassung. Hier lief alles analog mit Stift und Zettel ab, so Vornwald. Nach seiner Einschätzung hätte eine komplette Digitalisierung mehr Vorlaufzeit benötigt. Dass jetzt die Ehrenamtlichen für Pannen verantwortlich gemacht werden, ärgert Vornwald. "Unsere Helfer wissen alle, was sie da unten geleistet haben. Sie wissen, dass sie Gutes geleistet haben. Ich denke, dass unsere Helfer weiterhin hochmotiviert sind."

Vornwald: Politiker hätten erkannt, welche Arbeit Ehrenamtliche leisteten

Bei der Pressekonferenz am Donnerstag habe Ministerpräsident Markus Söder (CSU) anerkannt, dass die Ehrenamtlichen eine tolle Arbeit geleistet hätten. "Ich denke, hier rudert auch die Politik schon langsam wieder in die richtige Richtung, dass sie sagen: Okay, es liegt nicht an den Ehrenamtlichen. Somit ist es schon langsam die richtige Richtung, die wir wieder fahren. Trotz allem hat es unserer Mannschaft – allen 14 Helfern aus Unterfranken sehr viel Spaß gemacht." Am Montag (10.08.20) waren 14 ehrenamtliche Einsatzkräfte des BRK von Rottendorf bei Würzburg aus zur Raststätte Inntal-Ost an der A93 bei Kiefersfelden und zu Raststätter Hochfelln an der A8 bei Bergen gefahren, um an den dortigen Corona-Teststellen auszuhelfen. Dort waren sie von Montag 22 Uhr bis Dienstag 14 Uhr im Einsatz. Danach traten sie die Rückreise an.

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