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Reaktionen auf Aus für Jugendherbergen in Niederbayern | BR24

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Die geplante Schließung der Jugendherbergen in Haidmühle und Bayerisch Eisenstein stößt auf Kritik. Sebastian Gruber, der Landrat von Freyung-Grafenau und Charly Bauer, der Bürgermeister von Bayerisch Eisenstein sind enttäuscht.

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Reaktionen auf Aus für Jugendherbergen in Niederbayern

Die geplante Schließung der Jugendherbergen in Haidmühle und Bayerisch Eisenstein stößt auf Kritik. Sebastian Gruber, der Landrat von Freyung-Grafenau und Charly Bauer, der Bürgermeister von Bayerisch Eisenstein sind enttäuscht.

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Die Entscheidung des Jugenherbergswerks, die Herbergen in Haidmühle (Lkr. Freyung-Grafenau) und Bayerisch Eisenstein (Lkr. Regen) zu schließen, wird von Politikern aus der Region heftig kritisiert. Für Sebastian Gruber, den Landrat von Freyung-Grafenau (CSU), ist dieser Entschluss nicht nachvollziehbar und enttäuschend.

Gruber: Wieso wurden keine Fördermittel beantragt?

Man habe bis zuletzt gehofft, die Verantwortlichen des Jugendherbergswerks davon überzeugen zu können, den Betrieb in Haidmühle-Frauenberg weiterzuführen, ließ Gruber mitteilen. Seiner Ansicht nach hätte beispielsweise bei der Modernisierung des Gebäudes die vorgeschlagene zusätzliche Förderung über die Bayerische Landesstiftung durchaus hilfreich sein können.

Jugendherbergswerk schafft Fakten

Leider seien die Verantwortlichen des Jugendherbergswerks auf diesen Vorschlag nicht eingegangen und hätten mit der Entscheidung zur Schließung jeglichen Initiativen zur Erhaltung des Standortes den Boden unter den Füßen weggezogen. Gruber wörtlich: "Der bestehende Sanierungsstau an der Jugendherberge in Haidmühle hat sich nicht erst kurzfristig aufgetan. Das Jugendherbergswerk hat seit Jahren nur noch die nötigen Reparaturen erledigt. Dadurch ist die jetzige Situation entstanden."

Bürgermeister will nicht aufgeben

Ähnlich wie Landrat Gruber argumentiert auch Charly Bauer (FW), der Bürgermeister von Bayerisch Eisenstein. Dem BR sagte er, dass das eine Entscheidung gegen den ländlichen Raum sei. Wenn man sehe, dass das Jugendherbergswerk für das Haus in München mehr als 30 Millionen Euro investieren wolle, tue das weh. Bauer erklärte, er wolle alles unternehmen, damit der Betrieb in der Jugendherberge über den 31. Oktober 2020 hinaus weiter gehe. Es gebe bereits Kontakte mit anderen möglichen Betreibern, so Bauer. Allerdings müsste das Jugendherbergswerk auch dazu bereit sein, das Haus am Fuß des Großen Arber zu einem akzeptablen Preis zu verkaufen. Bauer zeigte sich zuversichtlich.

Kein Geld für Renovierungen

Am Montag wurde bekannt, dass die Jugendherbergen in Haidmühle (Lkr. Freyung-Grafenau) und Bayerische Eisenstein (Lkr. Regen) trotz gestiegener Übernachtungszahlen schließen müssen. Der Grund: Für notwendige Renovierungen ist kein Geld da.