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Razzien in Cannabis-Shops in Oberbayern | BR24

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Razzien in Cannabis-Shops in München sowie in den Landkreisen Ebersberg und Dachau

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Razzien in Cannabis-Shops in Oberbayern

In München sowie in den Landkreisen Ebersberg und Dachau wurden Cannabis-Shops durchsucht. Hintergrund ist der Verdacht der Rauschgiftkriminalität und des Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz.

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Am Vormittag wurden Cannabis-Ladengeschäfte und -Onlineshops sowie private Immobilien in München, in den Landkreisen Dachau und Ebersberg sowie in Baden-Württemberg durchsucht. Dabei vollzogen über 200 Beamte Durchsuchungsbeschlüsse gegen insgesamt neun Beschuldigte. Hintergrund für die Razzien ist der Verdacht der Rauschgiftkriminalität und des Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz.

Minderjährige dachten, legale Cannabis-Produkte erworben zu haben

Auslöser für die Aktion war laut Staatsanwaltschaft München, dass Ende 2018 in München vermehrt Minderjährige mit Cannabis-Produkten aufgegriffen wurden. Bei der Vernehmung gaben diese an, dass sie der Ansicht waren, legale sogenannte CBD-Produkte in den jetzt durchsuchten Geschäften oder Internet-Plattformen erworben zu haben. Als Beispiele für solche CBD-Produkte gibt die Staatsanwaltschaft Hanfprodukte wie lose Cannabisblüten, Tee oder CBD-Öle an, die ausschließlich Cannabidiol (CBD) aus dem weiblichen Hanf enthalten, jedoch nur geringe oder gar keine Anteile von THC, das beim Konsum den Rausch auslöst.

Getestete Tees und Öle enthalten THC

Mehrere Laborgutachten ergaben allerdings, dass in diversen getesteten Produkten auch THC enthalten war und diese somit dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen. Den neun Beschuldigten wirft die Staatsanwaltschaft deshalb gewerbsmäßigen Handel mit Betäubungsmitteln vor, zwei von ihnen darüberhinaus die gewerbsmäßige Abgabe an Minderjährige.