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Razzia zu mutmaßlich rechtsterroristischer Vereinigung in Bayern | BR24

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Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen eine mutmaßlich rechtsterroristische Vereinigung. Um die Erkenntnisse zu konkretisieren, hat es an mehreren Orten in Deutschland Durchsuchungen gegeben - auch in Bayern.

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Razzia zu mutmaßlich rechtsterroristischer Vereinigung in Bayern

Die Bundesanwaltschaft ist auch in Bayern mit einer Razzia gegen eine zunächst nicht näher benannte mutmaßliche rechtsterroristische Vereinigung vorgegangen. Die Ermittlungen laufen laut den Bundesanwälten gegen fünf namentlich bekannte Beschuldigte.

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Bei der Razzia gegen eine mutmaßliche rechtsterroristische Vereinigung sind nach BR-Informationen in Bayern drei Objekte durchsucht worden. Die Aktion wurde von der Bundesanwaltschaft koordiniert. Die durchsuchten Objekte sind in München, im Landkreis Augsburg und im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm.

Suche nach Waffen

Beim durchsuchten Objekt im Münchner im Stadtteil Laim wurden nach ersten Infomationen keine relevanten Gegenstände, wie etwa Waffen, gefunden. Zu den beiden anderen Objekten in einer Gemeinde im Landkreis Augsburg sowie im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm liegen noch keine Angaben vor.

Es liefen Ermittlungen gegen fünf namentlich bekannte Beschuldigte, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit. Festnahmen gab es demnach zunächst nicht.

Polizisten von Spezialeinsatzkommandos unterstützen die Beamten

Die Landeskriminalämter der betroffenen Länder durchsuchten die Gebäude, wie von der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe angeordnet. Dabei kamen auch Polizisten von Spezialeinsatzkommandos zum Einsatz. Die Federführung bei der Razzia hatte das Landeskriminalamt in Baden-Württemberg.

Laut Bundesanwaltschaft durchsuchten Ermittler an insgesamt 13 Orten in Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt Wohnungen und sonstige Räumlichkeiten der Beschuldigten.

Verdächtige sollen Anschläge gegen Politiker geplant haben

Die fünf Verdächtigen sollen sich im September vergangenen Jahres zu einer rechtsterroristischen Vereinigung zusammengeschlossen haben. Sie sollen geplant haben, mit Anschlägen auf Politiker, Asylsuchende und Menschen muslimischen Glaubens bürgerkriegsähnliche Zustände in Deutschland zu erreichen, erklärte die Anklagebehörde. Ziel sei gewesen, die Staats- und Gesellschaftsordnung Deutschlands zu erschüttern.

Ermittler wollen "Verdachtsmomente" objektivieren

Acht mutmaßliche Unterstützer sollen den Angaben nach zugesagt haben, die Vereinigung mit Geld und Waffen zu unterstützen sowie bei künftigen Anschlägen zu helfen. Mit der Razzia will die Bundesanwaltschaft die Verdachtsmomente nach eigenen Angaben objektivieren. Insbesondere solle geklärt werden, ob die Beschuldigten bereits über Waffen oder sonstige Gegenstände für Anschläge verfügten.

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