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Razzia im Rockermilieu mit 13 Verdächtigen | BR24

© picture alliance/dpa

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    Razzia im Rockermilieu mit 13 Verdächtigen

    Nach einer Serie von Anschlägen mit illegalen Silvesterböllern auf Wohn- und Geschäftshäuser im Landkreis Lindau in den vergangenen eineinhalb Jahren hat es jetzt eine Razzia im Rockermilieu gegeben.

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    Wie die Polizei mitteilt, hat ein Großaufgebot an Einsatzkräften Autos und Wohnungen von 13 tatverdächtigen Rockern im Landkreis Lindau und Ravensburg durchsucht. Auch Beamte der Bereitschaftspolizei und SEK-Einheiten waren im Einsatz. Welche Gegenstände bei der Razzia sichergestellt wurden, will die Polizei noch nicht sagen. Auch bei einem möglichen Motiv für die Taten halten sich die Ermittler noch weitgehend bedeckt.

    Privatfehde möglicher Hintergrund

    Es gebe zur Zeit aber keine Hinweise auf milieuübliche Motive wie Rauschgifthandel oder Revierkämpfe, sagte ein Polizeisprecher dem BR. Vielmehr vermuten die Ermittler eine Privatfehde zwischen den beiden Geschädigten und dem Hauptverdächtigen als Grund für die Taten. Zwischen Dezember 2014 und Februar 2016 hatte es fünf Anschläge auf Wohn- und Geschäftshäuser im Raum Lindau gegeben.

    Silvesterböller aus Italien

    Bei den kleineren Explosionen waren unter anderem Glasscheiben, ein Balkon und ein Briefkasten beschädigt worden. Auch ein Autobrand soll in Zusammenhang mit den Böller-Anschlägen stehen. Personen wurden nicht verletzt. Fachleute des LKA fanden heraus, dass es sich bei den Sprengsätzen um illegale Silvesterböller aus Italien gehandelt hatte. Die Spur führte die Ermittler nun zu den 13 Verdächtigen aus dem Westallgäuer Rockermilieu.