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"stadt.land.smart" - unter diesem Motto will der Raum Würzburg die Digitalisierung voranbringen und erhält dafür jetzt 16 Millionen Euro.

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    Raum Würzburg erhält Millionenförderung für Digitalisierung

    "stadt.land.smart" – unter diesem Motto wollen Stadt und Landkreis Würzburg die Digitalisierung zum Wohl ihrer Bürgerinnen und Bürger voranbringen. Für dieses Vorhaben erhalten sie nun eine Förderung in Höhe von rund 16 Millionen Euro.

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    Von
    • Anke Gundelach

    Die digitale Modernisierung wollten Stadt und Landkreis Würzburg ohnehin vorantreiben, und sie hätten dies auch ohne Bundesförderung in Angriff genommen. Dass sie dafür nun im Rahmen der Modellprojekte "Smart Cities" des Bundesinnenministeriums rund 16 Millionen Euro erhalten, erleichtert ihnen die Arbeit aber erheblich. Im Frühling hatten die Projektpartner ihr gemeinsames Konzept "stadt.land.smart" bei einer entsprechenden Ausschreibung eingereicht und wurden jetzt als Modellregion ausgewählt.

    16 Millionen Euro, verteilt auf fünf Jahre

    Die zugesagten Fördermittel sollen innerhalb der kommenden fünf Jahre in die Region fließen – rund zwei Drittel davon (etwa 11 Millionen Euro) in die Stadt Würzburg, ein Drittel in den Landkreis (rund 5 Millionen Euro). Die Ausschreibung stand unter dem Motto: "#Gemeinsam aus der Krise: Raum für die Zukunft". Dementsprechend sollen Konzepte umgesetzt werden, die den Menschen das Leben und Arbeiten auch in Zeiten der Corona-Pandemie erleichtern können.

    Bessere Kommunikation als Mittel gegen Einsamkeit

    In der Würzburger Bewerbung heißt es: "In den Industrienationen generell – und gerade auch in Würzburg und dem Umland – ist die Vereinsamung breiter Bevölkerungsschichten ein Phänomen unserer Zeit. Die Corona-Krise hat diese Problematik weiter verschärft. Ein smartes Würzburg muss Wege finden, hier helfend gegenzusteuern". Geplant ist beispielsweise, in den Ortskernen Plätze mit exzellenter Internet-Geschwindigkeit und wetterunabhängig nutzbaren Sitzplätzen einzurichten. An diesen "Smart-Places" könnten auch E-Ladepunkte und interaktive Infosäulen vorgehalten werden.

    Unkomplizierter Austausch am Bildschirm

    Ein weiteres Vorhaben für eine bessere, unkomplizierte Kommunikation ist eine neue Video- und Kooperationsplattform unter dem Motto "Meet me". Hier könnten etwa Gemeinden, Weiterbildungsanbieter, Vereine, Selbsthilfegruppen oder Seelsorge-Einrichtungen videogestützte Treffen abhalten, ohne dass dabei Daten gespeichert werden. Eine anonyme Chatplattform soll allen Bürgerinnen und Bürgern zudem als verlässlicher Ansprechpartner in Krisenzeiten zur Verfügung stehen.

    Stadt und Landkreis Würzburg als Ideengeber

    Um diese und weitere Projekte in Angriff zu nehmen, soll in den kommenden Wochen zunächst das bisherige "stadt.land.smart."-Team verstärkt werden. In einer zwölfmonatigen Strategiephase, in die auch die Bevölkerung einbezogen wird, werden dann weitere Details geplant und festgelegt. Anschließend folgt eine vierjährige Umsetzungsphase. Ihre dabei gewonnenen Erkenntnisse wollen Stadt und Landkreis Würzburg nicht für sich behalten, sondern mit anderen Kommunen teilen. "Wir sind Teamplayer", betonen sie in ihrer Projektbeschreibung. Andere Städte und Gemeinden seien herzlich eingeladen, die hoffentlich vielen erfolgreichen Ideen aus Stadt und Landkreis Würzburg bei sich einzusetzen.

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