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Rauchwolke von Wörth: Auch Landkreis Dingolfing-Landau betroffen | BR24

© pa/dpa

Der Großbrand in Wörth mit einer riesigen Rauchwolke zieht weitere Folgen mit sich: Der Landkreis Dingolfing-Landau könnte auch betroffen sein.

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Rauchwolke von Wörth: Auch Landkreis Dingolfing-Landau betroffen

Nach dem Großbrand in Wörth an der Isar wurde die Windrichtung rekonstruiert: Es scheint, als sei die Hauptmasse der womöglich mit Schadstoffen belasteten Brandschwaden auf Landstriche im Landkreis Dingolfing-Landau niedergegangen.

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Der Appell des Landratsamts Landshut an die Bürger, Beobachtungen über Folgen des Großbrandes auf dem Gelände einer Recycling-Firma in Wörth an der Isar zu melden, hat zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung erbracht. Das gab die Behörde am Nachmittag bekannt.

Weitere Boden-, Pflanzen- und Wasserproben angeordnet

Auf der Grundlage konkreter Hinweise und weiterer neuer Informationen hat Landrat Peter Dreier angeordnet, dass auf dem Gebiet des Landkreises Landshut an den entsprechenden Orten weitere Boden-, Pflanzen- und Wasserproben genommen und auf Rückstände von Dioxin, Furanen und anderen Schadstoffen untersucht werden.

Wind zog wohl in Richtung Landkreis Dingolfing-Landau

Zudem stehe man in engem Kontakt mit den Kollegen des Landratsamts Dingolfing-Landau. Denn nach allem, was man derzeit über Windrichtungen in der Nacht von Montag auf Dienstag vergangener Woche rekonstruieren kann, scheint die Hauptmasse der womöglich mit Schadstoffen belasteten Brandschwaden auf Landstriche im Landkreis Dingolfing-Landau niedergegangen zu sein. Meldungen seien aus Frontenhausen und Reisbach und sogar aus Aufhausen (Markt Eichendorf) an der Vils eingetroffen.

Das heißt, die große Rauchwolke zog offenbar vom Isartal hinüber in das niederbayerische Vilstal. Auch aus dem zum Landkreis Landshut gehörenden Abschnitt des Vilstals liegen laut Landratsamt Beobachtungen über Brandgeruch und Ablagerungen vor, unter anderem aus Aham und Vilsbiburg.

Ergebnisse der Bodenproben im Laufe der Woche erwartet

Am Wochenende seien deshalb im Auftrag des Landratsamtes weitere Bodenproben zur Auswertung von einem international renommierten Fachbetrieb genommen worden. Die Ergebnisse werden im Lauf der Woche erwartet.

Auch Früchte wie Erdbeeren aus dem Großraum Wörth an der Isar werden auf Rückstände wir Furane und Dioxine untersucht. Die Untersuchung erster Pflanzenproben aus der Brandnacht durch das Landesamt für Umwelt hatten keine Auffälligkeiten hinsichtlich Furanen, Dioxinen und Schwermetallen ergeben.

© BR

Keine Entwarnung nach dem Großbrand einer Recyclinganlage in Wörth an der Isar in der Nacht von Montag auf Dienstag. Bürger aus der Gegend sollen kein Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten verzehren.