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Alles zur Maskenpflicht

Rat zum Mundschutz - Wie kann die Maske schützen? | BR24

© picture alliance/Fabian Strauch/dpa

Eine Frau trägt eine Mund- und Nasenmaske.

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    Rat zum Mundschutz - Wie kann die Maske schützen?

    Bund und Länder raten zur Alltagsmaske in Bus, Bahn und im Einzelhandel, um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Beim Tragen der Maske sind aber Regeln zu beachten - welche das sind, erklärt ein Infektiologe aus Regensburg.

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    Das Tragen von Masken zum Schutz vor einem weiteren Anstieg der Corona-Infektionen muss nach Meinung von Experten mit einer Reihe anderer Maßnahmen einhergehen. Die Empfehlung von Bund und Ländern, in Bus und Bahn und beim Einkaufen eine Alltagsmaske zu tragen, nannte Bernd Salzberger, Infektiologe am Universitätsklinikum Regensburg, jedoch "eine gute Maßnahme". Das Tragen von Masken könnte auch eine Signalwirkung haben und dafür sorgen, dass Menschen mehr Distanz zueinander hielten.

    Maske fängt Tröpfchen ab

    Trägt jemand einen Mund-Nasen-Schutz so verringert er die Infektionsgefahr für andere Menschen, weil das Material vor Mund und Nase im gewissen Umfang Tröpfchen beim Sprechen, Niesen oder Husten auffängt. Vor einer Ansteckung des Trägers mit dem Virus schützen die einfachen Masken aber eher nicht.

    Es komme auch auf die Art und Weise an, wie die Maske getragen werde, betonte Salzberger. Der Stoff müsse Mund und Nase bedecken. Beim An- und Ausziehen sei darauf zu achten, dass das Sekret nicht über die Hände verteilt werde.

    Hygiene muss eingehalten werden

    Eine selbst hergestellte Maske könne problemlos öfter getragen werden, sagte Salzberger. Um sie zu reinigen, reiche es aus, die Maske bei 60 Grad zu waschen oder sie zu bügeln. Nach Empfehlungen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte sollte der Stoff möglichst eng gewebt sein. Das Einhalten von Hygiene-Standards oder Abstandsregeln ersetzt eine Maske nach Meinung der Experten jedoch keinesfalls.

    Das Robert Koch-Institut (RKI) weist zudem darauf hin, dass medizinische Atemschutzmasken dem Personal in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen vorbehalten bleiben müssten.

    Masken für medizinisches Personal noch Mangelware

    Fehlende Schutzausrüstung und besonders fehlende Masken sind aktuell immer noch eines der drängendsten Probleme in vielen Kliniken. Für Deutschland bestehe über alle Varianten von einfachen Alltagsmasken bis zu Spezialmasken für medizinisches Personal ein Bedarf von mehreren Milliarden Stück innerhalb von Monaten, hatte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) kürzlich gesagt. In den vergangenen drei Wochen sind laut Bundesgesundheitsministerium über den Bund rund 77 Millionen Schutzmasken beschafft worden und unter anderem an ambulant versorgende Ärzte, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen verteilt worden.

    Die Wissenschafts-Akademie Leopoldina riet, selbsthergestellte Masken, Schals und Tücher zumindest im öffentlichen Leben zur Überbrückung zu nutzen. Die Akademie hatte das Tragen von Mund-Nasen-Maske empfohlen - in Bildungseinrichtungen und - verpflichtend - auch im öffentlichen Personennahverkehr.

    Auch das Robert Koch-Institut teilte mit, das Tragen einer Maske im öffentlichen Leben könnte dazu beitragen, die Ausbreitung von Covid-19 in der Bevölkerung zu verlangsamen.

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