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Corona-Krise: Mehr Arbeit für Ranger im Naturpark Fichtelgebirge | BR24

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Im Fichtelgebirge herrscht derzeit reges Treiben. Viele Ausflügler sind draußen unterwegs, um dem Corona-Alltag zu entkommen. Wir zeigen, was man beachten muss, damit sich Mensch, Tier und Natur wohlfühlen.

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Corona-Krise: Mehr Arbeit für Ranger im Naturpark Fichtelgebirge

Die Zeit der Ausgangsbeschränkungen lockt viele Menschen in die Natur. Das bedeutet mehr Arbeit für die Ranger im Naturpark Fichtelgebirge. Sie vermitteln zwischen Mensch und Natur, denn viele Ausflügler schaden ihr – oft auch unabsichtlich.

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Ronald Ledermüller ist einer von drei Naturpark-Ranger im Fichtelgebirge. Am Fuße der Luisenburg findet er an einer Gruppe Granitfelsen im Wald, was eigentlich nicht in einem Naturpark passieren sollte: eine Feuerstelle mit grauer, erloschener Asche mitten im Wald.

"Das ist saugefährlich. Wir haben ja in Australien gesehen, was passieren kann, wenn ein Wald brennt." Ronald Ledermüller, Ranger im Naturpark Fichtelgebirge

Seit vergangenem Herbst gibt es im Naturpark Fichtelgebirge drei Ranger. Sie kümmern sich um Umweltbildung an Kindergärten und Schulen, um Besucherlenkung und ums Tier- und Pflanzenmonitoring. Die Ranger sind hier als Vermittler zwischen Natur und Mensch unterwegs. Im Moment gibt es einiges zu tun, denn viele Wanderer oder Kletterer schaden der Natur und das oft unabsichtlich.

Sportler zerstören oft unbewusst

An den Granitfelsen im Fichtelgebirge sind viele wilde Kletterer unterwegs, die Moose und Flechten an den Felsen sind aber empfindlich. Wer einmal abrutscht, zerstört eine Pflanze, die über Jahrzehnte gewachsen ist.

Schilder und Begrenzungen akzeptieren

Das Fichtelgebirge ist ein wichtiger Rückzugsraum für Kreuzottern. Die gefährdeten Tiere kommen hier in kurzen Büschen und an sonnigen, felsigen Plätzen häufig vor. In Kirchenlamitz ist kürzlich eine Kreuzotter von Radfahrern überrollt worden. Die Ranger kümmern sich jetzt um eine Beschilderung am Radweg.

Appell an die Ausflügler

Andreas Hofmann, ebenfalls Ranger im Naturpark Fichtelgebirge, will nicht Naturpolizei spielen. Er freut sich, dass so viele Leute jetzt draußen sind. Aber oft fehlt es an Verständnis, warum es wichtig ist, die Regeln im Naturpark einzuhalten. Wie am Hohen Stein oberhalb von Kirchenlamitz zwischen Wunsiedel und Hof. Dort oben brütet gerade ein Stockentenpaar. Deshalb ist der Felsen abgesperrt, man darf nicht hochklettern. "Verhaltet euch so, dass man nicht die komplette Leiter sperren muss, weil man über die erste Absperrung drüber kraxelt. Akzeptiert einfach auch mal Schilder, die da sind. Und nehmt euren Müll und auch die Hundekotbeutel wieder mit", appelliert Andreas Hofmann.

Das richtige Verhalten ist nicht schwer

Eigentlich ist es ganz einfach, das Richtige zu tun. Auf den Wegen bleiben, Schilder und Sperrungen akzeptieren, jetzt in der Brutzeit nicht querfeldein trampeln und der Natur mit Respekt und Gefühl begegnen.

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Seit vergangenem Herbst gibt es im Naturpark Fichtelgebirge drei Ranger.

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