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Randersacker: Wirt klagt erfolgreich gegen Corona-Beschränkungen | BR24

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Die Sperrstunde in der Gastronomie ist gekippt: Die von der Staatsregierung erlassene 22-Uhr-Grenze ist unzulässig. Das hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof entschieden. Geklagt hatte ein Wirt aus Randersacker in Unterfranken.

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Randersacker: Wirt klagt erfolgreich gegen Corona-Beschränkungen

Der Verwaltungsgerichtshof hat die vorgezogene Sperrstunde ab 22.00 Uhr gekippt. Gegen die Corona-Beschränkung hatte der Wirt vom Gasthaus zum Bären in Randersacker geklagt. Gaststätten können ab sofort wieder normal öffnen- wie vor der Corona-Krise.

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Gute Nachrichten für Bayerns Gastronomen und Nachtschwärmer: Ab sofort ist die wegen der Corona-Pandemie von der Bayerischen Staatsregierung erlassene vorgezogene Sperrstunde gekippt. Restaurants und Biergärten in Bayern dürfen wegen der Corona-Pandemie derzeit nur bis 22.00 Uhr öffnen, von Montag an bis 23.00 Uhr. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof gab der Klage eines unterfränkischen Gastronomen statt. Der Beschluss bewirke, dass ab sofort alle Gaststätten und Biergärten wieder zu ihren normalen Öffnungszeiten zurückkehren können. Vor Gericht gezogen war Stefan Morhard, der Inhaber des alteingesessene Gasthofs "Zum Bären" in Randersacker bei Würzburg.

Gefährlichkeit hängt nicht von Uhrzeit ab

"Es gibt keinen Grund warum Corona nach 23 Uhr gefährlicher sein soll, als vor 23.00 Uhr", sagte Morhard. Er hat in einem großen Biergarten circa 90 Plätze, dazu 75 weitere im Restaurant, von denen er derzeit etwa 50 besetzen darf. "Das ist alles in Ordnung, Vorsicht muss sein. Aber wir wollten einfach Sicherheit haben, wenn Gäste noch um 23.30 Uhr beim Bier sitzen, dann sollte das nicht illegal sein. Das ist jetzt wieder möglich. Und tatsächlich sitzen noch viele Gäste um diese Zeit in der Gaststube. Wir wollen nicht die Nächte durchmachen, spätestens um ein Uhr ist bei uns sowieso Schluss."

Wirt erstritt nur Teilerfolg

Allerdings erstritt Morhard nur einen Teilerfolg. Er wollte zudem erreichen, dass Servicekräfte im Freien keine Masken mehr tragen müssen. Zudem wollte er eine Rückkehr zum Frühstücksbuffet erreichen. "Wir haben auch 80 Betten im Hotel dabei, wegen der Hygienevorschriften musste ich nicht nur einige Investitionen tätigen, ich musste auch mein Personal um 50 Prozent beim Frühstück erhöhen. Das ist dann wirtschaftlich schon grenzwertig." Diesen beiden Wünschen erteilte das Gericht aber eine Absage. "Dass die Sperrstunde gefallen ist, ist für uns sehr hilfreich", so Morhard, "lieber wäre mir aber der Wegfall der Maskenpflicht für die Bedienungen im Biergarten gewesen. Wir haben nicht zuletzt wegen Corona weite Wege zu laufen, da bin ich mal gespannt, wie das wird, wenn wir demnächst 30 Grad bekommen."

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