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Nach Randalen im Michaelibad: Stadt führt Badepass ein | BR24

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Michaelibad München: Reaktionen auf Freibad-Krawalle

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Nach Randalen im Michaelibad: Stadt führt Badepass ein

Nach der Gewalt unter Jugendlichen im Münchner Michaelibad ermittelt nun die Polizei gegen die Beteiligten. Sie zeigte am Wochenende verstärkt Präsenz. Und auch die Stadtwerke reagieren: Freien Eintritt gibt es bald nur noch mit einem neuen Badepass.

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Nach den gewalttätigen Auseinandersetzungen unter Dutzenden Jugendlichen am 7. Juni im Michaelibad in München ermittelt nun die Polizei wegen Körperverletzung und Landfriedensbruch. Einsatzkräfte waren am Wochenende außerdem in Absprache mit der Landeshauptstadt mit einer verstärkten Präsenz vor Ort.

Künftig Security-Mitarbeiter in den größeren Bädern

Die Polizeibeamten hätten im Zugangsbereich sowie am nahegelegenen U-Bahn-Aufgang vereinzelt Personenkontrollen durchgeführt, so ein Pressesprecher. Insgesamt sei es in allen städtischen Bädern ruhig geblieben. In den größeren Bädern werden künftig auch Mitarbeiter von Security-Firmen unterwegs sein. Sie sollen freilich nicht nur Jugendliche vom Pöbeln abhalten, sondern die Freibad-Mitarbeiter unterstützen und grundsätzlich Ansprechpartner für alle Sorgen und Nöte der Badegäste sein, wie ein Sprecher der Stadtwerke sagte.

Die Sicherheitsleute sollen auch im Kassenbereich helfen und für geregelte Abläufe sorgen. Denn gerade an heißen Tagen kann es dort schon mal turbulent werden. Zuletzt war der Andrang teilweise so groß, dass das Personal ihn kaum noch bewältigen konnte – nicht zuletzt wegen eines neuen Angebots: Kinder und Jugendliche aus München dürfen in dieser Saison kostenlos in die städtischen Freibäder.

Noch im Juni kommt der Sommerbäderpass

Ab 28. Juni braucht es dafür einen offiziellen Sommerbäderpass mit Foto, die Vordrucke dafür werden ab Mittwoch an den Schwimmbadkassen, im SWM-Shop am Marienplatz und in der SWM-Zentrale ausgegeben.

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Polizeisprecher: Sind nach dem Vorfall sensibilisiert

Wie verschiedene Medien bereits berichtet haben, gab es am vorletzten Freitag einen größeren Polizeieinsatz in dem Freibad im Osten Münchens. Der Bademeister hatte Hilfe gerufen, weil sich dort laut Polizeiangaben 30 bis 40 Jugendliche prügelten. Als die Einsatzkräfte eintrafen, waren aber viele Randalierer bereits weg. Die Polizei ermittelt jetzt gegen die – überwiegend männlichen – Beteiligten im Alter zwischen 14 und 20 Jahren wegen Körperverletzung und Landfriedensbruch.

Man sei nach dem Vorfall jetzt sehr sensibel, so Pressesprecher Marcus da Gloria Martins. Man werde nicht nur in den städtischen Bädern, sondern auch an den frei zugänglichen Badeseen in München "lageabhängig" mit Zivilkräften vor Ort sein.

Martins widersprach der Darstellung in einzelnen Medien, dass es im Michaelibad wiederholt zu Massenprügeleien gekommen sei. Richtig sei, dass die Polizei in der Zeit vom 3. bis zum 7. Juni vier Mal vor Ort war. Bei den drei anderen Einsätzen habe es sich aber um gewalttätige Streitigkeiten in Eins-zu-eins-Situationen gehandelt.