BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© Bergwacht Ramsau
Bildrechte: Bergwacht Ramsau

Sucheinsatz bei Ramsau.

1
Per Mail sharen

    Ramsau: Großer Sucheinsatz wegen mysteriöser Funksprüche

    Mysteriöse Walkie-Talkie-Funksprüche über einen mutmaßlichen Notfall im Wimbachgries haben zu einem rund viereinhalbstündigen Einsatz der Bergwacht Ramsau, der Polizei samt Hubschrauber und der BRK-Wasserwacht geführt.

    1
    Per Mail sharen
    Von
    • Tobias Bönte

    Zwei Forschergruppen waren am Freitagnachmittag im Auftrag des Nationalparks mit Amateur-Funkgeräten im Gelände des Wimbachgries unterwegs, als sie über die offene Frequenz ihrer Walkie-Talkies einen Notruf aufnahmen. Ein Fremder forderte konkret Hilfe mittels Helikopter an. Die Forscher teilten per Funk mit, dass sie Hilfe holen würden, bekamen jedoch keine Rückmeldung mehr. Auch der Standort des Hilfesuchenden war nicht auszumachen. Dennoch alarmierten die Forscher die Rettungskräfte.

    Suchradius vier Kilometer um Grieshütte

    Die Walkie-Talkies haben laut Hersteller eine Reichweite von zwei bis vier Kilometern, weshalb der Suchradius von den Einsatzkräften auf zwei bis vier Kilometer rund um die Grieshütte festgelegt wurde. Die Einsatzkräfte suchten vom Watzmann-Südspitzabstieg bis zum Loferer Seilergraben in Zusammenarbeit mit den Nationalpark-Mitarbeitern alle bekannten Steige und Schleichwege ab. Die Nationalpark-Mitarbeiter übergaben den Einsatzkräften zudem weitere baugleiche Walkie-Talkies, in der Hoffnung Kontakt mit den vermeintlich Verunglückten aufnehmen zu können. Sämtliche Versuche scheiterten jedoch. Der Nationalpark bestätigte zudem, dass sonst keine Mitarbeiter oder Ranger mit Funkgeräten unterwegs seien.

    Suche mit tragbarer Wärmebild-Kamera

    Die Wasserwacht Berchtesgaden brachte eine tragbare Wärmebild-Kamera, mit der zwei Bergretter rund eine Stunde lang vom Polizei-Helikopter aus das weitläufige Gebiet kontrollierten. Dabei versuchten auch sie immer wieder ergebnislos über das Walkie-Talkie Verbindung aufzunehmen.

    Kein Auto am Parkplatz

    Die Polizeiinspektion Berchtesgaden kontrollierte den Bereich rund um den Parkplatz am Klausbachtal, sie fanden aber nur Autos von einheimischen Anwohnern. Auch die Einsatzkräfte im Salzburger Pinzgau teilten auf Nachfrage mit, dass sie derzeit keinen Rettungseinsatz abarbeiten, zu dem die Funksprüche passen würden.

    Kein Notruf, keine Vermissten

    Da bis 18 Uhr noch kein Notruf eingegangen war, keine Vermissten gemeldet worden waren, keine herrenlosen Autos auffielen und der komplette Einsatzraum aus der Luft abgesucht war, brachen die Einsatzkräfte die Suche ab. Die Hintergründe sind nach wie vor unklar.

    © Bergwacht Ramsau
    Bildrechte: Bergwacht Ramsau

    Sucheinsatz bei Ramsau.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!