Fastenbrechen während des Ramadans (Datteln und Tee)
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Fastenbrechen während des Ramadans (Datteln und Tee)

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Ramadan nach Corona: Wieder gemeinsames Beten und Fastenbrechen

Der islamische Fastenmonat Ramadan beginnt am Mittwochabend mit dem Ramadan-Gebet. In der Corona-Pandemie war gemeinsames Fastenbrechen, also Abendessen, kaum möglich. Nun gibt es in Moscheegemeinden in Unterfranken wieder Abendessen in großer Runde.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Mainfranken am .

Mit dem Teravih-Gebet, also dem Ramadan-Gebet, beginnt am Mittwochabend der islamische Fastenmonat Ramadan. Der erste Fastentag ist dann am Donnerstag. In den vergangenen Jahren war das gemeinsame Fastenbrechen am Abend wegen der Corona-Pandemie nur bedingt möglich. Heuer bieten die meisten unterfränkischen Moscheegemeinden zum ersten Mal wieder Abendessen in großer Runde an.

Gemeinsames Beten und Fastenbrechen in Moscheegemeinden

Auch zum Teravih-Gebet kann man sich in der Moschee treffen. So teilt der Sprecher der muslimischen Gemeinden in Würzburg Ahmet Baştürk mit, dass es keine Einschränkungen mehr gibt. Sowohl das gemeinsame Fastenbrechen als auch das Gebet seien in den Würzburger Moscheen wieder möglich. Zudem hat laut Baştürk das Würzburger Moscheen-Bündnis (WMB) am 27. März Vertreterinnen und Vertreter aus den jüdischen, evangelischen und katholischen Gemeinden zum gemeinsamen Fastenbrechen in die ditib-Moschee in Würzburg eingeladen. Erwartet werden etwa 30 Besucher.

Fastenzeit in Aschaffenburg und Schweinfurt

Auch in der deutsch-türkischen ditib-Moschee in Aschaffenburg ist das gemeinsame Fastenbrechen und Beten wieder möglich. Fatih Bilir von der IGMG-Moschee in Schweinfurt teilt hingegen mit, dass es in diesem Jahr nur an den Oster-Feiertagen das gemeinsame Fastenbrechen in der Moschee geben wird. Grund dafür sei, dass die IGMG-Moschee gerade umzieht und deshalb nicht täglich Gäste zum Abendessen empfangen kann. Das Teravih-Gebet hingegen soll es durchgehend geben.

Die Schweinfurter ditib-Moschee verzichtet wegen dem Erdbeben im türkisch-syrischen Grenzgebiet auf das gemeinsame Fastenbrechen. Stattdessen werden Spendengelder für die Erdbebenopfer gesammelt.

Fasten von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang

Muslime verzichten während des Ramadan von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang unter anderem auf das Essen und Trinken. Der Ramadan gilt als eine Zeit des Verzichtens und hat spirituelle Hintergründe. Vom Fasten befreit sind Kinder, Schwangere und Menschen, die gesundheitliche Probleme haben. Musliminnen und Muslime sind während des Ramadans dazu angehalten, neben dem Essen und Trinken beispielsweise auch auf Lästern, Fluchen und andere schlechte Gewohnheiten zu verzichten.

Zeitumstellung im Fastenmonat

In der Nacht auf Sonntag, den 26. März, steht die Umstellung von der Winter- auf die Sommerzeit an. Während man beispielsweise in Schweinfurt am Samstag bis etwa 18.45 Uhr fastet, geht am Sonntag die Sonne laut Ramadan-Kalender genau um 19.47 Uhr unter. Das heißt aber nicht, dass Muslime plötzlich eine Stunde länger fasten, denn mit der Zeitumstellung ändert sich auch die Zeit der Morgendämmerung – sprich man kann später Sahur machen (Sahur ist der Begriff für die erste Mahlzeit im Ramadan, also das Frühstück). In diesem Jahr verzichten Muslime bis zum 21. April von der Morgendämmerung bis zur Abenddämmerung auf Essen, Trinken und andere Genussmittel.

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