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Das Start-Up Isar Aerospace aus Ottobrunn will Mitte 2022 seine erste Trägerrakete starten - von Norwegen aus

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Raketen-Start-Up aus Ottobrunn will kommendes Jahr ins Weltall

Das Geschäft mit dem Weltraum boomt. Immer mehr Start-Ups wollen mit dem Transport von Satelliten Geld verdienen. Isar Aerospace aus Ottobrunn etwa will Mitte 2022 seine erste Trägerrakete starten - und hat dafür jetzt einen Startplatz gefunden.

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Von
  • Manuel Rauch

Immer mehr Unternehmen gehen weltweit an den Start, um mit dem Weltraum Geld zu verdienen. Das Ottobrunner Start-Up Isar Aerospace etwa will im kommenden Jahr seine erste Rakete starten - von Norwegen aus.

Neuer Weltraumbahnhof in Norwegen

Auf der norwegischen Insel Andøya, wo schon seit den 1960er Jahren Forschungsraketen abheben, entsteht gerade ein neuer Weltraumbahnhof – für den Start von kleinen und mittleren Satelliten. Dort, im Europäischen Nordmeer, hat sich das Ottobrunner Unternehmen Isar Aerospace jetzt für die kommenden zwanzig Jahre einen Startplatz gesichert.

Erste rein privat finanzierte Trägerrakete aus Europa

Schon im kommenden Jahr soll die erste Trägerrakete aus Ottobrunn von dort ins All starten. Die "Spectrum" - 27 Meter lang - soll nach Angaben des Unternehmens die erste rein privat finanzierte europäische Trägerrakete sein, die Satelliten in den Erdorbit transportieren wird: auf eine Höhe von 400 bis 1.200 Kilometer. Zum Vergleich: Die Internationale Raumstation ISS befindet sich in rund 400 Kilometern Höhe.

Konkurrenz aus Süddeutschland

Wie das Unternehmen dem BR mitteilt, brauche man kleine und mittlere Satelliten vor allem zur Erdbeobachtung, für Satelliteninternet oder autonomes Fahren. Auch andere deutsche Anbieter wollen möglichst bald Satelliten ins All bringen. Etwa die Rocket Factory in Augsburg und die HyImpulse in Baden-Württemberg. Beide hatten zuletzt jedoch einen späteren Termin für ihre Raketen-Jungfernfahrten genannt.

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