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Rätselhaftes Usutu-Virus lässt Amseln sterben | BR24

© pa/dpa/Reiner Bernhardt

Amsel

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Rätselhaftes Usutu-Virus lässt Amseln sterben

In Poing bei München werden in letzter Zeit viele tote Vögel gefunden. Jetzt hat sich ein Verdacht bestätigt: Die tote Amsel, die untersucht wurde, ist am Usutu-Virus gestorben, das andernorts schon ein Amselsterben ausgelöst hat.

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Usutu-Virus - so heißt das Virus, an dem die untersuchte Amsel in Poing erkrankt und gestorben ist. Das hat eine Untersuchung des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gezeigt. Es ist der erste bestätigte Fall in Bayern in diesem Jahr. Übertragen wird das Virus durch Stechmücken. Hauptsächlich sind davon Amseln betroffen. Infizierte Vögel werden apathisch, flüchten nicht mehr und sterben meist nach wenigen Tagen.

Mehr Stechmücken, mehr tote Vögel

Der Landesbund für Vogelschutz, kurz LBV, rechnet damit, dass sich in Zukunft mehr Vögel mit dem Virus anstecken werden, weil es mehr Stechmücken bei uns geben wird. Trotzdem sei das Virus nicht populationsgefährdend für Amseln, betont Sonja Dölfel vom LBV. Die Verbreitung sei zu regional, und überlebende Tiere bildeten schnell Resistenzen.

So wirkt das Usutu-Virus beim Menschen

Auch Menschen können am Usutu-Virus erkranken, normalerweise verläuft eine Erkrankung aber ohne Symptome oder mit geringen Beschwerden. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Kindern oder Senioren kann es jedoch zu schweren Krankheitsverläufen mit Fieber und Kopfschmerzen kommen. Daher rät das Veterinäramt Ebersberg, keine toten Vögel anzufassen.