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Radentscheid in München: Was ist umgesetzt? | BR24

© BR/Elke Schmidhuber

Ende Juli hat der Münchner Stadtrat die Forderungen von zwei Bürgerbegehren für bessere Radwege angenommen. Wir fragen nach: Wie sieht es nach knapp drei Monaten mit der Umsetzung aus? Wo gibt es Konflikte, wo die nächsten großen Baustellen?

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Radentscheid in München: Was ist umgesetzt?

Ende Juli hat der Münchner Stadtrat die Forderungen von zwei Bürgerbegehren für bessere Radwege angenommen. Wie sieht es nach knapp drei Monaten mit der Umsetzung aus? Wo gibt es Konflikte und wo sind die nächsten großen Baustellen geplant?

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Im Sommer haben 160.000 Münchner für ein Volksbegehren gestimmt, das mehr Radwege in der Stadt fordert. Bis 2025 soll das Radwegenetz danach durchgängig und sicher werden. Außerdem soll die Stadt bis dahin einen Altstadt-Radlring umsetzen. Der Münchner Stadtrat hat diesen sogenannten Radentscheid übernommen. Knapp drei Monate ist das jetzt her. Doch wie viel ist schon passiert?

An wichtigen Stellen noch keine Radwege

18 Prozent der Münchner Verkehrsteilnehmer sind mittlerweile mit dem Rad unterwegs. Doch auf der Straße sind sie oft eingezwängt zwischen Bussen, Lkw und Autos. Aus Sicht des Fahrradclubs ADFC hakt es noch bei der Umsetzung des Radentscheides.

"Hier in der Theresienstraße gibt es überhaupt keinen Radweg auf keiner Seite, obwohl wir hier mit der LMU und der TU zwei Universitätsstandorte haben mit richtig vielen Studenten." Andreas Groh, Fahrradclub ADFC

Die Stadt will derzeit keine Auskunft geben, wie Ausbau von Radwegen vorangeht.

ADFC: Parkplätze oder eine Spur opfern

Beschlossen und im Bau sind bisher der Altstadt-Radlring, die Karl-Theodor-Straße und die Dachauerstraße. Für den ADFC ist das viel zu wenig. Für die Theresienstraße und viele andere Straßen in der Stadt fordert er eine radikale Lösung:

"Man müsste hier die Parkplätze wegmachen oder eine Fahrspur entfernen. Das ist letztendlich die Forderung, die wir als Radentscheid haben." Andreas Groh, Fahrradclub ADFC

Radwege enden plötzlich oder sind zu schmal

Viele Münchner Radwege sind aus Sicht des ADFC zu schmal - etwa in der viel befahrenen Lindwurmstraße. An vielen Stellen in der Stadt endet der Radweg auch plötzlich. Die Folge: Die Radler müssen sich zwischen Fußgängern oder Autofahrern durchschlängeln – am Bürgersteig führt das mitunter zu Konflikten mit der Polizei.

Bereits umgesetzt: die Fraunhoferstraße

In der Fraunhoferstraße wurde bereits Nägel mit Köpfen gemacht: Statt Parkplätzen gibt es nun auf beiden Seiten breite Radwege. Doch wenige hundert Meter weiter auf der anderen Seite der Isar, endet der Radweg, und die Radfahrer müssen sich zwischen parkenden und fahrenden Autos hindurchzwängen - und aufpassen, dass sie nicht in die Trambahngleise rutschen.

Fazit: Zur Radlstadt ist es für München noch ein weiter Weg.