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400.000 Kilometer sind die Marktoberdorfer beim Stadtradeln 2020 geradelt, in nur drei Wochen! Das bedeutete bayernweit Platz 1 unter den Städten bis 50.000 Einwohnern. Auch heuer sind die Marktoberdorfer wieder dabei.

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Radeln was das Zeug hält: Marktoberdorf beim Stadtradeln

400.000 Kilometer, ungefähr zehnmal um die Erde - so viel sind die Marktoberdorfer beim Stadtradeln letztes Jahr geradelt. Auch dieses Jahr sind die Ostallgäuer wieder mit dabei bei dem deutschlandweiten Wettbewerb. Ihr Ziel: Erneut richtig abräumen.

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Von
  • Rupert Waldmüller

Zum ersten Mal waren die Marktoberdorfer im vergangenen Jahr beim Stadtradeln dabei und haben sofort abgeräumt: Mit den fast 400.000 Kilometern, die sie in nur drei Wochen zusammengeradelt hatten, landeten die Ostallgäuer auf Anhieb auf Platz 1 in Bayern unter den Städten bis 50.000 Einwohner. Deutschlandweit holten sie den vierten Platz.

Eigenes Rad-Seminar am Gymnasium

In diesem Jahr sind die Maktoberdorfer wieder mit dabei und wollen – wenn möglich - noch eine Schippe drauflegen. Am Gymnasium gibt es inzwischen ein eigenes P-Seminar, das Werbung macht für das Radeln in der Ostallgäuer Kreisstadt. Und die Schüler wie Regina sind ehrgeizig: "Wir wollen den Platz auf jeden Fall halten und vielleicht auch noch mehr Kilometer fahren und mehr Leute animieren mitzumachen", sagt die Elftklässlerin.

1.600 Teilnehmer in Marktoberdorf

1.600 Marktoberdorfer haben vergangenes Jahr beim Stadtradeln aus dem Stand mitgemacht. Die Initiatoren um Johannes Auburger vom Bündnis Nachhaltiges Marktoberdorf hatten mit ungefähr 300 Teilnehmern gerechnet. Vom ersten Tag an sind die Marktoberdorfer geradelt, was das Zeug hält, erzählt der Initiator: "Die Leute haben gesehen: 'Wow, so viele Kilometer bin ich heute schon geradelt oder die ganze Stadt zusammen!' Und das hat einen Selbstverstärkungsprozess ausgelöst."

Auch Rad-Muffel aufs Rad gebracht

Vom Kleinkind bis zum Senior - alle waren dabei. Natürlich waren unter den Teilnehmern viele, die ohnehin oft radeln. Aber Johannes Auburger und seine Mitstreiter konnten auch etliche Leute gewinnen, bei denen im Alltag das Fahrrad sonst eher in der Garage verstaubt. "Die sind durch die Aktion auf das Rad aufgestiegen und auch dabeigeblieben, weil sie gemerkt haben: 'Es geht doch viel besser mit dem Radl durch die Stadt zu fahren, als wenn man jetzt mit dem Auto lange einen Parkplatz sucht'", sagt Johannes Auburger.

Auch Landkreis in diesem Jahr dabei

Nach dem Erfolg der Aktion in Marktoberdorf macht dieses Jahr auch der gesamte Landkreis Ostallgäu beim Stadtradeln mit. Wer sich beteiligen will, kann sich im Internet registrieren. Ab Mitte Juni wird es ernst: Dann werden im Ostallgäu und in Marktoberdorf die Radkilometer gezählt.

Deutschlandweit 1.600 Kommunen angemeldet

Beim Stadtradeln geht es darum, dass möglichst viele Leute ihre Alltagswege mit dem Rad zurücklegen. Am Ende gewinnt die Kommune, in der innerhalb des Aktionszeitraums von drei Wochen am meisten geradelt wurde. Deutschlandweit haben sich für dieses Jahr bereits mehr als 1.600 Kommunen beim Stadtradeln angemeldet. Die Aktion läuft vom 1. Mai bis Ende September.