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Neu in München: breite Radwege, schmale Autofahrbahnen | BR24

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Die Radwege in München sollen mehr, vor allem aber auch breiter werden. Dafür wird dann auch so mancher Parkplatz weichen müssen. Wie sehen das die Verkehrsteilnehmer, aber auch Anwohner und Geschäftsleute?

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Neu in München: breite Radwege, schmale Autofahrbahnen

Fahrradfahren ist umweltfreundlich. Damit die Menschen das Auto stehen lassen und auf das Rad umsteigen, hat der Münchner Stadtrat erste konkrete Maßnahmen beschlossen, wie mehr und breitere Radwege. Aber: Nicht alle Münchner sind damit zufrieden.

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Die Stadt München nimmt 1,6 Milliarden Euro in die Hand, um Radeln in der Landeshauptstadt noch attraktiver zu machen.

Mehr markierte Radwege in München

Es sollen zusätzliche Fahrradwege gebaut werden. Wo es noch keine Radwege gibt, werden neue gebaut, wo sie nicht durchgängig sind, sollen Lücken geschlossen werden. Außerdem werden Fahrradwege in München künftig mindestens 2,30 Meter breit sein. Bis 2025 sollen die Baumaßnahmen durchgeführt werden. Damit setzt die Stadt die Forderungen aus dem Münchner Radentscheid um.

Straßen, die jetzt Radwege bekommen

Die Stadt will demnächst unter anderem die Schwanthalerstraße zwischen Paul-Heyse- und Sonnenstraße, Teile der Brienner Straße, die Elisenstraße, die Reichenbachbrücke sowie die Lindwurmstraße mit Fahrradstreifen ertüchtigen. Beim Altstadtradlring wird mit den ersten Planungen für den ersten Teilabschnitt begonnen. In den nächsten fünf Jahren sollen pro Quartal zehn Maßnahmen für Fahrradfahrer umgesetzt werden.

Service und Sicherheit für Radler

Außerdem geplant: zusätzliche Fahrrad-Parkplätze und mehr Sicherheit. Kreuzungen und Straßenmündungen sollen so umgebaut werden, dass Radler - aber auch Fußgänger - von Pkw- und Lkw- Fahrern besser gesehen werden.

© picture alliance-dpa/ Christin Klose

Fahrradfahrer

Parkplätze müssen Radwegen weichen

An der Marsstraße stadteinwärts beispielsweise haben sich früher Radler und Fußgänger den Bürgersteig geteilt. Das war eng und gefährlich, und zwar für Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer. Der Bürgersteig gehört nun in seiner ganzen Breite den Fußgängern und aus dem schmalen Fahrradweg wurde ein breiter roter Streifen auf der Fahrbahn.

Befürworter und Gegner des Maßnahmen-Pakets

Das Maßnahmen-Paket ist vom Stadtrat unter anderem von SPD, Grünen und ÖDP beschlossen worden - gegen die Stimmen von CSU, FDP und Bayernpartei. Die CSU hat sich in der Debatte auch immer wieder für die Autofahrer stark gemacht und dem Kooperationspartner SPD Einseitigkeit vorgeworfen, also nur Radler zu bevorzugen und auch nicht an den Lieferverkehr zu denken, Befürchtungen des Handwerksverbands und der Münchner Wirtschaftsverbände einfach zu ignorieren – also letztendlich Geld zu verschwenden. Das Bündnis Radentscheid München bewertet die Entscheidung dagegen positiv und sagt: jetzt kann der Radverkehr in München endlich entschlossen vorangetrieben werden.