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Quo vadis, Weltreligionen? | BR24

© BR-Studio Franken

Heinrich Bedford-Strohm (links), der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick

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    Quo vadis, Weltreligionen?

    Was tragen Religionen zum Gemeinwohl bei? Und wie kann Fundamentalismus durch religiöse Bildung verhindert werden? Darüber diskutieren Theologen und Religionspädagogen aus aller Welt beim Internationalen Nürnberger Forum. Von Karin Goeckel.

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    Organisator Manfred Pirner, Inhaber des Lehrstuhls für Religionspädagogik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, hat zum Nürnberger Forum zahlreiche namhafte Experten aus aller Welt gewinnen können: Eingeladen sind zum Beispiel die buddhistische Philosophin Heesoon Bai von der Simon Fraser University in Kanada, der muslimische Religionspädagoge Abdullah Sahin von der University of Warwick aus England, Sabrina Worch von der Hochschule für Jüdische Studien aus Heidelberg, der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm.

    "Die Wahrheitsfrage steht im Zentrum"

    Ziel sei es, dass die Religionen eine gemeinsame ethische Perspektive für eine pluralistische Gesellschaft entwickeln, erklärte Organisator Pirner im Interview mit der regionalZeit auf Bayern2. Es gehe bei dem Treffen nicht darum, die eigenen Positionen anzugleichen. "Die Wahrheitsfrage steht weiterhin im Zentrum, und da haben unterschiedliche Religionen unterschiedliche Perspektiven. Aber es ist eben genauso wichtig, dass man trotz dieser unterschiedlichen Verständnisse zusammenarbeiten kann, friedlich zusammenarbeiten kann und auch einen friedlichen Streit über solche Fragen führen kann", so Pirner.

    "Wir arbeiten dafür, dass der Fundamentalismus keinen Nährboden bekommt." Manfred Pirner, Organisator des 12. Internationalen Nürnberger Forums

    Um das friedliche Miteinander der Religionen in demokratischen Gesellschaften zu fördern, sei ein fundierter Religionsunterricht unverzichtbar. Denn dort könnten die Werte einer offenen Gesellschaft transportiert werden. Um die Vernetzungen zwischen den Religionen weltweit vertiefen zu können, wird am Mittwoch (05.10.16) im Rahmen des Nürnberger Forums eine Forschungsstelle für öffentliche Religionspädagogik eröffnet. Die in Nürnberg angesiedelte Institution soll die Kooperation zwischen Vertretern und universitären Forschungsstellen der verschiedenen Weltreligionen stärken.