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Queere Szene in Nürnberg fordert mehr Unterstützung der Stadt

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    Queere Szene in Nürnberg fordert mehr Unterstützung der Stadt

    Ablehnung, Diskriminierung und Hass begegnen der queeren Szene fast täglich. Das Bündnis gegen Trans- und Homophobie in Nürnberg fordert von der Stadt mehr Unterstützung. Denkbar wäre zum Beispiel ein queeres Jugendzentrum.

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    Von
    • Jonas Miller
    • Julia Hofmann

    Weil Menschen aus der queeren Szene weiterhin mit Ablehnung, Diskriminierung und Hass konfrontiert seien, solle die Stadt beispielsweise ein queeres Jugendzentrum unterstützen, heißt es in der Mitteilung des Bündnisses gegen Transgender und Homophobie in Nürnberg.

    Generationsübergreifendes queeres Wohnprojekt

    Demnach hätten Besucher des queeren Zentrums Fliederlich in Nürnberg mehrheitlich einen solchen Wunsch geäußert, um sich so unter einem Dach mit Gleichgesinnten austauschen zu können. Zudem fordert das Bündnis die Unterstützung der Stadt für ein generationsübergreifendes queeres Wohnprojekt. Außerdem wünscht sich das Bündnis die Berücksichtigung des Themas queer in den Einrichtungen der stationären Altenpflege. Die finanzielle Unterstützung für bereits bestehende und geplante queere Kulturprojekte und eine Beratungsstelle für Regenbogenfamilien würden das queere Leben in der Stadt zusätzlich erleichtern.

    Forderungen auch an Staats- und Bundesregierung

    Die Forderungen des Bündnisses richten sich nicht nur an die Stadt Nürnberg, sondern auch an die Bayerische Staatsregierung und die Bundesregierung. Vom Freistaat wünscht sich das Bündnis die Erstellung eines Aktionsplans, der flächendeckende Beratungsangebote vor allem in den Ballungszentren Nürnberg und München finanziert. Die Bundesregierung solle unter anderem die Akzeptanz von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt mit Hilfe eines Aktionsplans umsetzen.

    Rückschritte in einigen EU-Ländern

    Hintergrund der nun vom Bündnis aufgestellten Forderungen ist die Entscheidung des EU-Parlaments vor wenigen Wochen. Wegen der Rückschritte bei Rechten von LGBTIQ-Personen in einigen EU-Ländern, insbesondere Polen und Ungarn, haben die Abgeordneten die EU zum "Freiheitsraum für LGBTIQ-Personen" erklärt. LGBTIQ ist eine aus dem Englischen übernommene Abkürzung für Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Queer and Intersex.

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