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Qualitätstropfen: Frankenweine überzeugen bei Weinprüfung | BR24

© BR/ Anke Gundelach

Wenig Masse, dafür sehr viel Klasse – so könnte man das Ergebnis der amtlichen Weinprüfung 2020 der Regierung von Unterfranken zusammenfassen. Fast alle der geprüften Tropfen erhielten die begehrte Amtliche Prüfnummer.

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Qualitätstropfen: Frankenweine überzeugen bei Weinprüfung

Wenig Masse, dafür viel Klasse – so könnte man das Ergebnis der amtlichen Weinprüfung 2020 der Regierung von Unterfranken zusammenfassen. Fast alle der geprüften Tropfen aus Franken erhielten die begehrte Amtliche Prüfnummer.

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Von
  • Anke Gundelach

Für Frankens Winzer war 2019 ein schwieriger Jahrgang. Frost im Mai und ein heißer, trockener Sommer hatten zu erheblichen Ertragseinbußen geführt. Bei der amtlichen Weinprüfung 2020 stellten die Weine dieses Jahrgangs jetzt das Hauptkontingent und konnten bezüglich der Qualität überzeugen.

Geringe Erntemenge, aber ausgezeichnete Qualität

Mit 33,5 Millionen Litern wurde 2019 die geringste Ertragsmenge seit 1985 verzeichnet. Immerhin wiesen die Reben des besagten Jahrgangs aber kaum Krankheiten auf, und es gab kaum Schädlinge in den Weinbergen. Einmal mehr seien damit die Grundlagen für ausgezeichnete Weinqualitäten gelegt worden, heißt es dazu von der Regierung von Unterfranken.

Unterfranken ist und bleibt eine Weißweinregion

Rund 76 Prozent der jetzt geprüften Weine waren Weißweine. Den größten Anteil hatte dabei schon zum zehnten Mal in Folge der Silvaner mit 34,6 Prozent, gefolgt vom Müller-Thurgau mit 25,3 Prozent. Der Bacchus kam mit 14,9 Prozent auf Platz drei. Danach folgte auf Platz vier die in Franken mengenmäßig bedeutendste Rotweinsorte Domina mit einem Anteil von 4,3 Prozent. Die Quote der Bocksbeutelfüllungen erhöhte sich in 2020 leicht auf etwa 27,3 Prozent der geprüften Weinmenge. In den vergangenen Jahren war der Bocksbeutelanteil jedoch rückläufig.

Fast alle Weine erhielten die Amtliche Prüfnummer

Insgesamt stellten die Weinprüfer fest, dass aus dem Jahrgang 2019 überwiegend hochwertige Weine erzeugt werden konnten. So wurde im vergangenen Jahr erstmals seit bestehender Weinprüfstelle in mehr als 98 Prozent der Antragsverfahren die begehrte Amtliche Prüfnummer zugeteilt. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass die Weine als Qualitäts- beziehungsweise Prädikatsweine vermarktet werden können.

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