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Putten aus der Fuggerkapelle zurück in Augsburg | BR24

© Sotheby’s Paris

Die Stadt Augsburg hat gemeinsam mit Partnern zwei fast 500 Jahre alte Putten erworben, die einst die Fuggerkappelle in St. Anna schmückten

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Putten aus der Fuggerkapelle zurück in Augsburg

Für einen Millionenbetrag hat die Stadt Augsburg gemeinsam mit Partnern zwei fast 500 Jahre alte Putten erworben. Die Figuren stammen aus der Fuggerkapelle in der St.-Anna-Kirche und wurden im französischen Auktionshandel wiederentdeckt.

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Bis nach Frankreich hatte es sie verschlagen: zwei von insgesamt sieben wertvollen Putten aus der Fuggerkapelle in der St.-Anna-Kirche. Jetzt sind sie nach knapp 200 Jahren nach Augsburg heimgekehrt und werden am Nachmittag vorgestellt. Im Frühling hatte man die rundlichen Kleinkinderfiguren im französischen Auktionshandel wiederentdeckt.

Gemeinsam mit Partnern erwarb Augsburg die Putten für 2,5 Millionen Euro

Die Ernst von Siemens Kunststiftung, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien Monika Grütters, die Kulturstiftung der Länder sowie die Stadt Augsburg konnten die zwei wiederentdeckten Putten aus der Fuggerkapelle für gut 2,5 Millionen Euro erwerben. Die beiden Putten finden nun Platz im Maximilianmuseum. Dort wurden 2017 bereits zwei Putten aus der Fuggerkappelle aufgestellt, um sie vor Diebstahl und Vandalismus zu schützen.

Hans Daucher schuf die Putten für die Fuggerkapelle um 1530

Die Fuggerkapelle in St. Anna ist ein Hauptwerk der deutschen Renaissance. Von Jakob Fugger und seinen Brüdern Georg und Ulrich als Familiengrablege gestiftet, wurde sie 1518 geweiht. Durch Mitwirkung bedeutender Künstler wie Albrecht Dürer, Jörg Breu d.Ä. und Hans Daucher gilt sie als Gesamtkunstwerk von nationaler Bedeutung. Die Putten schuf Hans Daucher um 1530 aus Kalkstein, um die Balustrade zwischen der Fuggerkappelle und dem Kirchenraum der Annakirche zu schmücken.