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Stromtrassen-Gegner in Püchersreuth (Lkr. Neustadt an der Waldnaab)
© BR / Julia Demel
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Stromtrassen-Gegner in Püchersreuth (Lkr. Neustadt an der Waldnaab)

Rund 150 Stromtrassen-Gegner kamen heute in Püchersreuth (Lkr. Neustadt an der Waldnaab) zu einer Kundgebung zusammen. Mit Bauzäunen und großformatigen Abbildungen wollten sie demonstrieren, welche Ausmaße die Stromtrasse Südostlink haben wird.

Zerstörung der Landschaft befürchtet

Sie rechnen mit einem etwa 40 Meter breiten Streifen, der für die Verlegung der Erdkabel benötigt wird. Die Demonstranten befürchten die Zerstörung ihrer Landschaft, da auch auf Dauer ein etwa 15 Meter breiter Streifen freigehalten werden muss. Josef Langgärtner von der Bürgerinitiative "Neustadt an der Waldnaab/Weiden für eine dezentrale Energiewende" forderte von der Politik, die Entscheidung für die Stromtrasse zurückzunehmen und stattdessen auf dezentrale Energieerzeugung zu setzen.

"Stromtrassen sind nicht die Energiewende, Stromtrassen erzeugen keine Energie" Josef Langgärtner

Unterstützung von Bürgermeister und Freie Wähler

Auch Püchersreuths Bürgermeister Rudolf Schopper (CWG) und der Landtagsabgeordnete Tobias Gotthardt (FW) traten als Redner auf und wendeten sich gegen die Stromtrasse. Sie stellten klar, dass sie keine Verschiebung der Trasse nach dem St. Florians-Prinzip wollen, sondern eine generelle Überprüfung des Projektes.

Der Netzbetreiber Tennet hatte kurz vor Weihnachten einen rund 1.000 Meter breiten Korridor bekanntgegeben, der der Bundesnetzagentur für die weitere Planung präsentiert wird. Nach diesen Plänen würde die Stromtrasse zwischen dem Püchersreuther Ortsteil Ilsenbach und der Wallfahrtskirche St. Quirin verlaufen.

Püchersreuth wehrt sich gegen Stromtrasse Südostlink

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