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Symbolbild: Einsames Kind am Fenster

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    Psychische Probleme bei Kindern und Jugendlichen nehmen zu

    Immer mehr Minderjährige in Bayern, sagt der Arztreport 2021, leiden an seelischen Problemen. Zum generellen Leistungsdruck kommt noch die Corona-Lage. Hilfe tut not. Denn, so die Studie: "Aus kranken Kindern werden nicht selten kranke Erwachsene."

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    Von
    • Stefanie Wagner

    Eine wachsende Zahl an Kindern und Jugendlichen in Bayern hat seelische Probleme. Sie brauchen auch immer öfter eine psychotherapeutische Behandlung. Zu diesem Schluss kommt der heute veröffentlichte Arztreport 2021 der Barmer-Krankenkasse.

    Junge Menschen häufiger unter Druck

    Laut der Studie stieg die Zahl junger Patientinnen und Patienten im Freistaat innerhalb von elf Jahren um rund 90 Prozent. Demnach benötigten im Jahr 2019 rund 123.800 bayerische Kinder und Jugendliche psychotherapeutische Hilfe.

    "Sozialer Stress und wachsende Leistungsanforderungen können Gründe sein, weshalb sich junge Menschen häufiger unter Druck gesetzt fühlen, was ihnen buchstäblich auf die Seele schlägt" Prof. Claudia Wöhler, Landesgeschäftsführerin der Barmer-Krankenkasse in Bayern

    Die Corona-Pandemie dürfte dabei die Situation noch ein Stück weit verschärfen. Allein im ersten Halbjahr 2020 stieg die Zahl der bayerischen Heranwachsenden bis einschließlich 24 Jahren mit Psychotherapie gegenüber 2019 um 6,5 Prozent von 46.673 auf 49.706. Im Vergleichszeitraum der ersten Halbjahre 2018 und 2019 betrug der Anstieg nur 1,5 Prozent.

    Oft fehlen Präventionsangebote

    Psychische Probleme können für Kinder und Jugendliche ernste Folgen haben. "Aus kranken Kindern werden nicht selten kranke Erwachsene." Es sei wichtig, frühzeitig die Alarmsignale ernst zu nehmen, so Wöhler. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass besonders in pädagogischen Einrichtungen wie Kitas und Schulen Präventions-Angebote noch stärker verfügbar sein sollten.

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