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Der Bahnhof von Amberg: Hier begannen die vier mutmaßlichen Täter auf ihre Opfer einzuschlagen.
© BR/S. Bentele
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Der Bahnhof von Amberg: Hier begannen die vier mutmaßlichen Täter auf ihre Opfer einzuschlagen.

Die vier jungen Asylbewerber, die am Samstagabend in Amberg wahllos auf Passanten eingeschlagen haben, wohnen nicht in Amberg. Wie die Polizei bestätigt, kommt einer der Männer aus Auerbach, einer aus Regensburg und die beiden anderen hätten keinen festen Wohnsitz. Warum sie nach Amberg kamen, wird nun ermittelt.

17-jähriges Opfer musste ins Krankenhaus

Durch die Schläge und Tritte wurden insgesamt zwölf Menschen leicht bis mittelschwer verletzt und mussten ambulant behandelt werden. Ein 17-Jähriger musste zur Beobachtung stationär ins Krankenhaus und hielt sich dort auch am Sonntagabend noch auf.

Die vier mutmaßlichen Schläger im Alter von 17 bis 19 Jahren sitzen seit Sonntag in U-Haft in verschiedenen Gefängnissen. Sie stammen aus Syrien, Afghanistan und dem Iran. Sie waren alkoholisiert, als sie am Samstagabend wahllos auf Passanten in der Bahnhofshalle und dem Vorplatz losgingen und auf sie einschlugen.

Auf dem Vorplatz soll es eine Prügelei mit mehreren Personen gegeben haben. Dabei wurde auch ein Zeuge verletzt, der einem Opfer zu Hilfe kommen wollte. Auf dem Weg in die Innenstadt trat das Quartett gegen ein Auto, das gerade abbiegen wollte und attackierte und verletzte weitere zwei Passanten.

Widerstand bei der Festnahme

Die Polizei ging zunächst von neun Verletzten aus, korrigierte die Zahl der Opfer am Sonntagabend aber nach oben auf zwölf. Die Polizei nahm die vier Männer in der Oberen Nabburger Straße fest. Dabei wehrte sich einer der Asylbewerber heftig.

Derzeit ermittelt die Polizei aufgrund von mehreren Körperverletzungsdelikten gegen die vier jungen Männer.