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Nach der Attacke auf Passanten in Amberg durch vier Asylbewerber weist das Polizeipräsidium Oberpfalz Kritik am Vorgehen der Beamten zurück.
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Uli Scherr
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Nach der Attacke auf Passanten in Amberg durch vier Asylbewerber weist das Polizeipräsidium Oberpfalz Kritik am Vorgehen der Beamten zurück.

Nach der Attacke auf Passanten in Amberg durch vier junge Asylbewerber hat das Polizeipräsidium Oberpfalz Kritik am Vorgehen der Beamten vor Ort und an der Polizeiorganisation zurückgewiesen. Dass die mutmaßlichen Täter überhaut ermittelt und festgenommen werden konnten, sei der vorbildlichen Fahndungsarbeit vor Ort zu verdanken, sagte ein Sprecher zum BR. Zuvor hatte die AfD kritisiert, die Polizei habe zu lange gebraucht, um die vier Täter zu stellen.

Am Samstagabend war eine Gruppe von betrunkenen jungen Männern durch Amberg gezogen und hatte wahllos Passanten attackiert. Zwölf Personen wurden dabei verletzt.

Kritik von der AfD

Die Landtagsfraktionschefin der AfD, Katrin Ebner-Steiner aus Deggendorf, hatte anschließend Kritik an den Sicherheitsbehörden geübt: dass die Beamten mehr als zwei Stunden gebraucht hätten, um die Schläger festzunehmen, werfe die Frage auf, ob die Polizei in Amberg personell ausreichend ausgestattet sei.

Polizei: Es gibt kein Personaldefizit

Der Sprecher des Polizeipräsidiums wies die Vorwürfe zurück. Es gebe keine Personaldefizite bei der Polizei in Amberg. Am Tatabend hätten die ermittelnden Beamten hervorragend reagiert. Die mutmaßlichen Täter waren auch deswegen so schwer zu fassen, weil sie ständig in Bewegung waren, und die Polizei mit mehreren Tatorten konfrontiert war.

Gegen die vier Beschuldigten im Alter von 17 bis 19 Jahren wurde noch am Wochenende Haftbefehl erlassen; sie stammen aus Afghanistan, Syrien und dem Iran. Sie sitzen seit dem Wochenende in U-Haft.