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Prüfungen für vier mögliche Windräder im Hofoldinger Forst | BR24

© picture alliance / Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB

Windrad über einem Waldgebiet

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    Prüfungen für vier mögliche Windräder im Hofoldinger Forst

    Vielleicht drehen sich im Hofoldinger Forst südlich von München in Zukunft vier Windräder. Derzeit wird geprüft, ob die Windstärke ausreicht, um das Projekt wirtschaftlich zu machen. Außerdem wird die ökologische Vertretbarkeit untersucht.

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    Für den möglichen Bau von Windrädern im Hofoldinger Forst sind östlich der Autobahn A8 Windmessungen angelaufen. Im Frühjahr sollen zudem naturschutzfachliche Untersuchungen beginnen.

    Vier Windräder könnten gebaut werden

    Nachdem Ende vergangenen Jahres eine Vereinbarung zwischen der Arbeitsgemeinschaft Windenergie Hofoldinger Forst und den Bayerischen Staatsforsten geschlossen worden war, soll nun geprüft werden, ob ein Windenergieprojekt im Hofoldinger Forst wirtschaftlich machbar und ökologisch vertretbar ist, teilte das Landratsamt Miesbach gestern mit. Insgesamt könnten in dem Waldgebiet südlich von München vier Windräder entstehen. Die Initiative geht von den Gemeinden Aying, Brunnthal, Sauerlach und Otterfing aus, die sich bereits seit acht Jahren mit diesem Thema beschäftigen.

    Windmessung mit Spezialtechnik

    In einer Höhe von 637 Metern wird nun mit Hilfe einer dem Radar verwandten Technik der Wind gemessen. Darüber hinaus soll erhoben werden, ob in dem Gebiet Uhus, Eulen, Haselmäuse und andere Tiere beheimatet sind.

    Bayern braucht mehr Windenergie

    Um die niedrige Zahl neu gebauter Windräder in Bayern aufzubessern, will die Staatsregierung Windräder in den Staatsforsten bauen lassen. Bayern hatte als erstes Bundesland nach Bürgerprotesten Beschränkungen für die Windkraft eingeführt. Der frühere Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hatte 2014 die Hürden erhöht. Der Abstand eines Windrads zur nächsten Siedlung muss nun das Zehnfache der Bauhöhe betragen.

    Um von dieser so genannten 10H-Regel abweichen zu können, muss ein Gemeinderat einen ausdrücklichen Beschluss fassen. Bei den Anlagen im Hofoldinger Forst würde aber laut Landratsamt die Entfernung der voraussichtlich 270 Meter hohen Windräder zu den nächsten Häusern etwa das 17-fache der Höhe betragen.

    Windräder im Ebersberger Forst: Bürger sollen entscheiden

    Den Plan, im Ebersberger Forst fünf Windräder zu bauen, gibt es schon lange, einen bindenden Beschluss aber noch nicht. Jetzt sollen die Bürger im Kreis Ebersberg selbst über den Bau entscheiden. Dafür hat am Abend der Kreistag gestimmt. Laut Münchner Merkur wird es der erste Bürgerentscheid auf Landkreisebene in Ebersberg sein. Einen Termin gibt es noch nicht.