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Prüflinge sitzen mit Abstand an ihren Tischen (Symbolbild)

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Prüfung mit Corona-Infiziertem: Studenten kritisieren Hochschule

Weil ein Student nach einer Präsenzklausur positiv auf Corona getestet wurde, müssen 98 Studenten der Hochschule Ansbach in Quarantäne. Einige Studenten kritisieren nun die Hochschulleitung. Diese will jedoch an Präsenzklausuren festhalten.

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Von
  • Jonas Miller
  • Laura Grun

Nach einer Prüfung an der Hochschule Ansbach müssen 98 Studierende in Quarantäne. Die Prüfung fand am vergangenen Freitag statt. Unter den Prüflingen war ein infizierter Student. Deshalb seien alle Studenten, die die Prüfung abgelegt hätten, als Kontaktpersonen eingestuft und in Quarantäne geschickt worden, sagte ein Sprecher des Landratsamtes Ansbach dem BR.

Studenten fordern Alternativen zu Präsenzklausuren

Der Student Lars Appel nahm an der besagten Prüfung teil. Im Interview mit der BR-Frankenschau aktuell sagte Appel, die Studierenden hätten alle Masken getragen und Abstand gehalten. Lediglich beim Ein- und Ausgang sei es "etwas enger" gewesen. Auch während der Prüfung hätten die Prüflinge durchgängig Masken getragen.

Student Oliver Wilczek hat selbst nicht an der Prüfung teilgenommen. Dennoch kritisiert er die Hochschulleitung scharf: "Ich finde es bedenklich, trotz der sehr hohen Inzidenz in Stadt und Landkreis Ansbach so auf das Mittel Präsenzprüfung zu setzen. Es gibt Alternativen wie praktische Studienarbeiten oder Online-Klausuren. Diese werden leider aktuell von unserer Hochschule nicht ausreichend wahrgenommen."

Hochschule will an Präsenzprüfungen festhalten

Die Hochschule will trotz des Vorfalls weiter an Präsenzklausuren festhalten. Die Entscheidung über die Form der Klausur liege beim jeweiligen Dozenten, sagt Hochschulpräsident Sascha Müller-Feuerstein. Derzeit aber werde nach Lösungen gesucht. Schnelltests vor den Klausuren kämen aus logistischen und wissenschaftlichen Gründen aber nicht in Frage.

Quarantäne soll keine Nachteile für Studenten haben

Aufgebrachte Studierende aber konnte Müller-Feuerstein beruhigen: Für die Studenten soll durch die Quarantäne kein Nachteil entstehen. Noch anstehende Klausuren könnten nach hinten verschoben oder als Online-Prüfungen absolviert werden. Auch bei einer Nichtteilnahme hätten die Prüflinge keine Nachteile zu befürchten, die Prüfung könne auch im kommenden Semester nachgeholt werden. Das Semester werde in diesem Fall nicht angerechnet.

"Hygiene-Konzept ist ausgereift"

Müller-Feuerstein ist davon überzeugt, dass die Hygienemaßnahmen der Hochschule ausgereift seien, da entsprechende Hygienemaßnahmen getroffen wurden. Die oberste Priorität habe die Gesundheit der Mitarbeitenden und Studierenden, so Müller-Feuerstein im Interview in der Frankenschau aktuell.

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Nach einer Prüfung mit Präsenzpflicht befinden sich 98 Studierende der Hochschule Ansbach in Quarantäne.

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