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Tumulte vor Starnberger Polizeiwache - Teilgeständnisse | BR24

© BR / Christoph Müller

Im Juli 2019 hatte eine Gruppe Jugendlicher versucht, die Polizeiwache in Starnberg zu stürmen, um einen 15-Jährigen zu befreien. Die Beamten mussten die Tumulte auflösen. Gegen fünf mutmaßliche Beteiligte hat am Donnerstag der Prozess begonnen.

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Tumulte vor Starnberger Polizeiwache - Teilgeständnisse

Heute wird der Prozess gegen fünf Jugendliche fortgesetzt. Sie sollen mit 50 anderen im Juli 2019 versucht haben, die Polizeiwache in Starnberg zu stürmen, um einen 15-Jährigen zu befreien. Drei der Angeklagten haben Teilgeständnisse abgelegt.

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Heute wird der Prozess gegen fünf Jugendliche am Amtsgericht Starnberg fortgesetzt. Zum Prozessauftakt haben drei der fünf Angeklagten die Vorwürfe teilweise eingeräumt. Sie hatten mit anderen versucht, in die Polizeiwache in Starnberg einzudringen, um einen 15- Jährigen zu befreien.

Eskalation an der Polizeiwache

Am Abend des 25. Juli 2019 war die Situation eskaliert: Um den 15-Jährigen aus Polizeigewahrsam zu befreien, war eine Gruppe Jugendlicher zur Polizeiwache Starnberg gezogen. Es kam zu Tumulten, die die Polizei mit rund 70 Beamten auflöste.

Prozess wird heute fortgesetzt

Fünf mutmaßliche Beteiligte müssen sich vor dem Amtsgericht Starnberg verantworten. Angeklagt sind vier Jugendliche und ein junger Erwachsener. Ihnen wird unter anderem Landfriedensbruch sowie Angriff auf und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, versuchte Gefangenenbefreiung und Beleidigung vorgeworfen.

Ausgangspunkt Schulabschlussfeier

Der Konflikt soll auf einer Schulabschlussfeier seinen Anfang genommen haben: Laut Anklagebehörde hatte ein 15-Jähriger einen Platzverweis nicht befolgt, er sollte deshalb zur Starnberger Polizeiinspektion gebracht werden. Der Jugendliche wehrte sich - zeitgleich hätten sich 40 bis 50 junge Leute zusammengerottet und seine Freilassung gefordert.

Tritte und fliegende Steine

Schon auf der Abschlussfeier sollen laut Staatsanwaltschaft einige Jugendliche in Richtung der Polizeibeamten getreten, geschlagen und geschubst haben. Mindestens die Hälfte der Gruppe sei den Beamten dann schreiend zur Dienststelle gefolgt. Die Jugendlichen traten und schlugen gegen die Türe, ein Fenster zersprang durch den Wurf von Steinen und einer Flasche. Rund 70 Polizeibeamte waren damals im Einsatz.

Für den Prozess sind drei Tage angesetzt, ein Urteil fällt voraussichtlich am 24. September 2020.

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