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Prozessauftakt um Armbrustschützen: Angeklagter räumt Tat ein | BR24

© dpa-Bildfunk/Karl-Josef Hildenbrand

Am Landgericht Memmingen hat der Prozess um einen Mordversuch mit einer Armbrust begonnen.

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    Prozessauftakt um Armbrustschützen: Angeklagter räumt Tat ein

    Vor dem Landgericht Memmingen hat am Dienstag (11.6.) der Prozess gegen einen 43-Jährigen begonnen, der den Freund seiner ehemaligen Lebensgefährtin mit einer Armbrust angeschossen haben soll. Er räumte die Tat ein und entschuldigte sich.

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    Der Mann wird beschuldigt, einen Mordversuch in Pfaffenhofen an der Roth im Landkreis Neu-Ulm begangen zu haben. Laut Staatsanwaltschaft hatte er den neuen Freund seiner ehemaligen Lebensgefährtin mit einer Armbrust angeschossen. Der Angeklagte ließ zum Auftakt eine Erklärung durch seinen Anwalt verlesen. Darin räumte er die Tat ein und entschuldigte sich bei dem Geschädigten. "Ich bin erschrocken darüber, dass es zur Eskalation gekommen ist. Ich schäme mich dafür zutiefst", teilte der 43-Jährige über seinen Anwalt mit.

    Eine Rippe stoppte das Geschoss

    Er wisse bis heute nicht, warum er im September vergangenen Jahres geschossen hatte. Eigentlich habe er nur Unterlagen von seiner Lebensgefährtin abholen wollen. Dann waren beide Männer aber in Streit geraten, kurz darauf schoss der 43-Jährige. Der Bolzen drang etwa drei Zentimeter tief in die Brust seines Nebenbuhlers ein. Eine Rippe stoppte das Geschoss und verhinderte schwerere Verletzungen der Lunge oder des Herzens. Der Mann war nach der Tat geflüchtet, fuhr aber offenbar unter dem Einfluss von Alkohol und Medikamenten gegen einen Baum. Die Polizei entdeckte im Kofferraum die Armbrust.

    Staatsanwaltschaft sieht Eifersucht als wahrscheinliches Motiv

    Der Anwalt des 43-Jährigen betonte, dass sein Mandant seine ehemalige Lebensgefährtin nicht zurückgewinnen wollte. Die Staatsanwaltschaft sieht dagegen Eifersucht als wahrscheinliches Motiv. Der Prozess ist auf insgesamt fünf Tage angesetzt. Am Mittwoch sollen erste Zeugen vernommen werden.