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Ein Mann steht seit heute vor dem Coburger Landgericht. Er soll Anfang April in einer Asylbewerberunterkunft in Kronach einen 23-Jährigen mit einem Messer so schwer verletzt haben, dass er starb.

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Prozessauftakt nach Messerangriff in Kronacher Flüchtlingsheim

Im April soll ein Mann in einer Kronacher Flüchtlingsunterkunft einen 23-Jährigen mit einem Messer erstochen haben. Nach langer Flucht konnte der mutmaßliche Täter in Paris gefasst werden. Jetzt wird ihm in Coburg der Prozess gemacht.

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Von
  • Richard Padberg

Vor dem Landgericht in Coburg muss sich ab heute ein Mann wegen Totschlags verantworten. Anfang April dieses Jahres soll er mit einem Bewohner in einer Asylbewerberunterkunft in Kronach in Streit geraten sein. Dabei soll er laut Anklageschrift seinen 23-jährigen Kontrahenten mit Messerstichen so schwer verletzt haben, dass das Opfer verstarb.

Mutmaßlicher Messerstecher in Paris festgenommen

Der Angeklagte konnte fliehen, eine eingeleitete Großfahndung blieb zunächst ohne Erfolg. Die Polizei veröffentlichte anschließend Fahndungsbilder des Mannes, französische Ermittler konnten den Verdächtigen schließlich Anfang Mai in Paris festnehmen. Ende Mai wurde der zur Tatzeit 28-Jährige nach Deutschland überstellt und sitzt seitdem in einer Justizvollzugsanstalt.

Urteil noch vor Weihnachten erwartet

Sollte der Angeklagte verurteilt werden, drohen ihm zwischen fünf und fünfzehn Jahre Haft. Für den Prozess sind insgesamt drei Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil könnte noch vor Weihnachten fallen.

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