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Halbe Tonne Kokain in Bananenkisten: Prozessauftakt in Memmingen | BR24

© BR/Henning Pfeifer, BR24

Knapp eine halbe Tonne Kokain hatten Ermittler vergangenen Dezember in Neu-Ulm sichergestellt.

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    Halbe Tonne Kokain in Bananenkisten: Prozessauftakt in Memmingen

    Kokain im Wert von 50 Millionen Euro, versteckt in Bananenkisten: Weil sie Drogen nach Neu-Ulm schmuggeln wollten, müssen sich von heute an sechs Männer vor dem Landgericht Memmingen verantworten. Aufgeflogen war die mutmaßliche Bande eher zufällig.

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    Weil sie Drogen mit einem Verkaufswert von rund 50 Millionen Euro nach Deutschland geschmuggelt haben sollen, müssen sich von heute an sechs Männer vor dem Landgericht Memmingen verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft den Männern "bandenmäßiges, unerlaubtes Handeltreiben" mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge vor. Die Angeklagten sind zwischen 23 und 40 Jahre Jahre alt.

    Bananenkisten als Versteck

    Die Männer sollen etwa eine halbe Tonne Kokain aus Ecuador über die Niederlande zu einem Obsthändler nach Neu-Ulm haben liefern lassen - der Obsthändler wusste nichts von den Drogen. Als Versteck dienten ihnen Bananenkisten.

    Polizei wartete bereits auf die Männer

    Aufgeflogen war die mutmaßliche Schmuggler-Bande, nachdem ein Mitarbeiter des Betriebs einige Päckchen entdeckt hatte. Er alarmierte die Polizei, die das Kokain gegen Imitate austauschte. In der Nacht vom 14. auf den 15. Dezember vergangenen Jahres seien dann fünf der sechs Angeklagten bei dem Obsthändler eingebrochen, um an das Rauschgift zu kommen. Da allerdings wartete bereits die Polizei. Seitdem sitzen die Männer in Untersuchungshaft.

    Wegen Corona-Pandemie: Prozess in Stadthalle

    Der Prozess gegen die Männer wird wegen der Corona-Maßnahmen in der Memminger Stadthalle und nicht in den Räumen des Landgerichts stattfinden. Um die Sicherheit zu gewährleisten, wurde zusätzliches Personal aus anderen Gerichten in Schwaben um Unterstützung gebeten. Neun Verhandlungstage sind angesetzt. Bei einer Verurteilung drohen den Angeklagten bis zu 15 Jahre Haft. Vor Prozessbeginn schwiegen die Beschuldigten entweder zu den Vorwürfen oder gaben an, nichts von dem Kokain gewusst zu haben, wie das Landgericht Memmingen mitteilte.

    Bei dem sichergestellten Kokain handelt es sich um einen der größten Drogenfunde der vergangenen Jahrzehnte im Freistaat.

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