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Prozessauftakt im Mordversuch mit Armbrust | BR24

© dpa-Bildfunk/Karl-Josef Hildenbrand

Am Landgericht Memmingen beginnt der Prozess um einen Mordversuch mit einer Armbrust.

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Prozessauftakt im Mordversuch mit Armbrust

Weil er seinem Nebenbuhler mit einer Armbrust einen Pfeil in die Brust geschossen haben soll, muss sich ein 43 Jahre alter Mann vor dem Landgericht Memmingen verantworten. Ihm wird versuchter Mord vorgeworfen.

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Am Landgericht Memmingen beginnt der Prozess gegen einen 43-jährigen Armbrustschützen. Er soll versucht haben, den neuen Freund seiner ehemaligen Lebensgefährtin zu töten. Laut Staatsanwaltschaft wartete der Mann im September vergangenen Jahres vor dem Haus seiner Ex-Freundin in Pfaffenhofen an der Roth, bis ihr neuer Lebensgefährte zum Rauchen am Fenster der Parterrewohnung erschien. Nach einem kurzen Wortwechsel soll der Mann seinem Nebenbuhler aus kurzer Distanz in die Brust geschossen haben.

Bolzen der Armbrust verursacht schwere Verletzungen

Der 16 Zentimeter lange Bolzen drang zwei bis drei Zentimeter tief ein, verfehlte das Herz, durchstieß aber den linken Brustmuskel und verursachte schwere Verletzungen. Der Angeklagte, dem Tötungsabsicht vorgeworfen wird, entfernte sich anschließend mit seinem Auto vom Tatort, kam von der Straße ab und prallte gegen einen Baum. Er stand unter Alkohol- und Medikamenteeinfluss.

Versuch, die Freundin zurückzugewinnen

Der Beschuldigte soll weder die Trennung noch den Umstand, dass seine Ex-Freundin eine neue Beziehung mit dem Geschädigten eingegangen war, akzeptiert haben. Vielmehr soll er beabsichtigt haben seine Freundin zurückzugewinnen und um dieses Ziel zu erreichen, deren neuen Freund zu töten.