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Prozess um tote Fußgängerin verzögert sich weiter | BR24

© dpa Picture-Alliance Karl-Josef Hildenbrand

Eisenheim-Prozess verzögert sich auf unbestimmte Zeit

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    Prozess um tote Fußgängerin verzögert sich weiter

    Der Berufungsprozess um eine totgefahrene 20-Jährige aus dem Landkreis Würzburg ist derzeit unterbrochen. Wann er fortgesetzt wird, ist derzeit unklar. Zuletzt war der angeklagte Beifahrer im Dezember aus der Untersuchungshaft entlassen worden.

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    Von
    • Carolin Hasenauer

    Die Entlassung des angeklagten Beifahrers erfolgte nach einer Haftbeschwerde im Dezember. Die junge Frau wurde im April 2017 auf einer Ortsstraße bei Untereisenheim im Landkreis Würzburg von einem Auto erfasst. Die vier Insassen kamen von einem Weinfest. Im Sommer startete das Berufungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen den Fahrer und wegen unterlassener Hilfeleistung gegen die drei Mitfahrer.

    Prozess nach Zeugenaussage unterbrochen

    Kurz nach dem Auftakt meldete sich im September 2020 eine Zeugin: Sie habe auf einer Party ein Gespräch mitbekommen, in dem einer der vier Personen im Unfallwagen erzählt habe, der Beifahrer hätte den Fahrer angestachelt, auf die Fußgängerin zuzufahren. Der Prozess ist seither wegen Mordverdacht und den entsprechenden Nachermittlungen unterbrochen. Es steht laut Gericht noch nicht fest, wann dieser fortgesetzt werden wird.

    Fahrer in erster Instanz für schuldunfähig erklärt

    "Wir hoffen bis zuletzt, dass jeder, der etwas über den Fall weiß, sich meldet und hilft, die Sache aufzuklären", sagte der Anwalt der Familie damals. "Nur wenn der Tod vollständig aufgeklärt ist, gibt es eine Chance für die Hinterbliebenen, mit der Sache abzuschließen." In erster Instanz stufte ein Gutachter den Fahrer wegen seines Alkoholrausches als schuldunfähig ein - er bekam eine Geldstrafe von 5.000 Euro sowie ein Jahr Fahrverbot auferlegt. Bundesweit entfachte sich eine Debatte über die Schuldunfähigkeit von stark betrunkenen Tätern. Der Beifahrer und die Mitfahrer bekamen wegen unterlassener Hilfeleistung Geldstrafen zwischen 1.000 und 2.000 Euro.

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