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Prozess um Tötung eines Babys: Angeklagter geht in Revision | BR24

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Tötung eines Babys: Angeklagter aus Gemünden geht in Revision

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    Prozess um Tötung eines Babys: Angeklagter geht in Revision

    Im Prozess um den gewaltsamen Tod eines Babys im unterfränkischen Gemünden ist der Angeklagte wegen Totschlags zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Gegen das Urteil hat der 24-Jährige nun Revision eingelegt.

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    Von
    • BR24 Redaktion
    • Carolin Hasenauer

    Vor dem Landgericht Würzburg ist am 22. Februar das Urteil gefallen: Elf Jahre Gefängnis für einen 24-jährigen Mann aus Gemünden im Landkreis Main-Spessart wegen Totschlags. Damit hat das Gericht den Angeklagten vollständig für den Tod des acht Monate alten Sohns seiner damaligen Freundin verantwortlich gemacht. Jetzt hat der 24-Jährige Revision gegen das Urteil eingelegt. Wie ein Gerichtssprecher sagte, muss sich nun voraussichtlich der Bundesgerichtshof mit dem Fall befassen.

    Angeklagter soll Tod des Babys billigend in Kauf genommen haben

    Der Fall sei an Trauer und Tragik kaum zu steigern, sagte der vorsitzende Richter Claus Barthel bei der Urteilsverkündung vor dem Landgericht Würzburg. Drei bis fünf Minuten lang müsse der Angeklagte im Dezember 2019 dem Säugling Mund und Nase zugehalten haben, damit dieser zu schreien aufhört - das hatte das rechtsmedizinische Gutachten ergeben. Dass das Baby in Folge dessen erstickt, müsse der 24-Jährige gewusst und billigend in Kauf genommen haben: "Ihm war der Tod des Babys gleichgültig", so Barthel.

    Verteidigung plädierte auf sieben Jahre Haft

    Vom ursprünglichen Mordvorwurf war die Staatsanwaltschaft mangels ausreichender stichhaltiger Beweise abgerückt. Dass der Angeklagte jedoch den Tod des Kindes billigend in Kauf genommen hat, davon gingen sowohl Anklage als auch Verteidigung aus. Die Verteidigung hatte wegen Körperverletzung mit Todesfolge auf sieben Jahre Gefängnis plädiert.

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