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Der Angeklagte und sein Anwalt betreten den Gerichtssaal in Deggendorf
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Konstantin König
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Der Angeklagte und sein Anwalt betreten den Gerichtssaal in Deggendorf

Zu Beginn des Prozesses gegen einen heute 58-Jährigen aus Regen hat dieser am Montagvormittag die schwerwiegendsten Vorwürfe abgestritten. Vor dem Landgericht Deggendorf sagte der Mann, er habe weder auf einen Gastwirt eingeschlagen, noch einen Hund auf ihn gehetzt. Das hatte ihm die Anklage vorgeworfen. Eine Ohrfeige gegen die Frau des Wirts gibt er dagegen zu. Das dreijährige Rottweiler-Weibchen gehöre außerdem nicht ihm, sondern seiner Ex-Freundin, wo es jetzt auch lebt.

Hauptzeuge muss von Polizei geholt werden

Der Hauptzeuge war zum Prozess nicht erschienen und musste von der Polizei in Zwiesel abgeholt werden. Deshalb wurde der Prozess am Landgericht Deggendorf kurzzeitig unterbrochen. Er sagte aus, ein Nervenleiden zu haben und wurde liegend im Krankenwagen gebracht.

Der Wirt wirft dem Angeklagten gefährliche Körperverletzung vor. Nach einem Streit soll ihn der Angeklagte im März letzten Jahres getreten und als "Drecksau" bezeichnet haben. Dann soll der damals 57-Jährige den Rottweiler auf das Opfer gehetzt haben. Der Angegriffene konnte nach Angaben der Staatsanwaltschaft in ein Lokal flüchten. Auf dem Weg dorthin habe ihm der Hund in das Gesäß und in die Hand gebissen.

Angeklagter leidet unter psychischen Problemen

Der Angeklagte hat sich zu Prozessbeginn lange zu den Vorwürfen geäußert, viele Aussagen wirkten wirr. Da der Mann unter einer psychischen Erkrankung leidet, geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass er zur Tatzeit schuldunfähig war. Der Rottweiler wird sowohl vom Angeklagten als auch von einer Zeugin als ruhig und nicht aggressiv beschrieben. Ein Urteil soll voraussichtlich noch heute fallen.