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Prozess um Missbrauch in der Psychiatrie wird fortgesetzt | BR24

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Im Prozess um sexuellen Missbrauch im Bezirkskrankenhaus Lohr ist noch kein Urteil gesprochen worden. Eine Pflegekraft des Bezirkskrankenhauses muss sich vor dem Amtsgericht Gemünden verantworten. Sie soll mit einem Patienten Sex gehabt haben.

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Prozess um Missbrauch in der Psychiatrie wird fortgesetzt

Im Prozess um sexuellen Missbrauch im Bezirkskrankenhaus Lohr ist noch kein Urteil gesprochen worden. Eine Pflegekraft des Bezirkskrankenhauses muss sich vor dem Amtsgericht Gemünden verantworten. Sie soll mit einem Patienten Sex gehabt haben.

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Noch ist kein Urteil gesprochen worden in einem Fall am Amtsgericht Gemünden, bei dem sich eine 39-jährige Pflegekraft des Bezirkskrankenhauses Lohr verantworten muss. Die Frau soll Sex mit einem Insassen der Forensik gehabt haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, ihre Funktion ausgenutzt zu haben, um den Mann sexuell zu missbrauchen. Die Verhandlung wird am 9. März fortgesetzt. Einem Gerichtssprecher zufolge sollen bis dahin Mobilfunkdaten ausgewertet werden.

Vorwurf: sexueller Missbrauch von Untergebenen

Die Staatsanwaltschaft wirft der 39-Jährigen sexuellen Missbrauch eines Gefangenen vor – auch wenn der Geschlechtsverkehr mutmaßlich einvernehmlich war. Der Psychiatrie-Patient war als Hauptzeuge geladen und auch erschienen. "Die Frau fühlt sich unschuldig", sagte der Gerichtssprecher. Unklar sei, ob sie ihre Stellung als Verantwortliche missbraucht habe. Laut Anklage ist die Frau gegenüber dem Gefangenen weisungsberechtigt gewesen. Sexueller Missbrauch von Gefangenen kann mit Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren bestraft werden.

Auf Entzug im Bezirkskrankenhaus

Der Mann wurde nach seiner Verurteilung im März 2018 in die Entziehungsanstalt am Bezirkskrankenhaus Lohr eingewiesen. Die Pflegerin war mit seinem Fall betraut, nahm an Gesprächen mit ihm und auch an sogenannten Lockerungskonferenzen teil. Dabei wird über die Art seiner Unterbringung, also auch über Freigang ja oder nein, entschieden.