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Ein Schild mit der Aufschrift "Angeklagter"

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    Prozess: Regensburger Berufsschülerin zu Prostitution gezwungen

    Zwei Brüder sollen eine 18-Jährige aus Regensburg nach Nordrhein-Westfalen gelockt und dort zur Prostitution gezwungen haben. Jetzt wird den Männern in Düsseldorf der Prozess gemacht. Zum Auftakt haben sie angekündigt, vor Gericht auszusagen.

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    BR24  RedaktionBR24 Redaktion
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    In einem Prozess um die sogenannte Loverboy-Masche am Düsseldorfer Landgericht haben die beiden Angeklagten über ihre Verteidiger Aussagen angekündigt. Den 33 und 25 Jahre alten Brüdern wird unter anderem vorgeworfen, eine damals 18-Jährige aus Regensburg in die Prostitution gedrängt zu haben.

    Dazu soll der 33-Jährige laut Anklage die Instagram-Bekanntschaft aus Bayern aus vermeintlicher Liebe nach Düsseldorf gelockt und mit zum Teil massiver Gewalt in Deutschland zur Prostitution und im Libanon zum Gruppensex mit Freunden und Bekannten gezwungen haben. Sein Bruder soll geholfen haben.

    Lange Liste von Anklagepunkten

    Verhandelt werden zahlreiche weitere Vorwürfe, darunter Drogenbesitz, Körperverletzung und versuchter Totschlag durch den Älteren. Das Verlesen der Anklagepunkte dauerte am Dienstag mehr als eine Stunde.

    Es ist bereits der zweite Prozessanlauf. Der erste war nach über 80 Verhandlungstagen wegen krankheitsbedingten Unterbrechungen - darunter auch Corona-Fällen - im September abgebrochen werden. Für den Prozess sind bis Ende Februar noch 27 weitere Verhandlungstage angesetzt.

    "Loverboys" machen Frauen abhängig

    Als "Loverboy-Methode" bezeichnen es Ermittler, wenn Frauen von Männern die große Liebe vorgespielt wird - um sie so in ein Abhängigkeitsverhältnis zu bringen. In dieser Situation werden die Frauen von ihren vermeintlichen Liebhabern dann auf den Strich geschickt. "Solange die emotionale Abhängigkeit andauert, ist den Opfern meist nicht bewusst, dass eine Straftat der Zwangsprostitution vorliegt", so das Landeskriminalamt NRW.

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