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Prozess: Pflastersteine und Paletten von Brücken geworfen | BR24

© Bayerischer Rundfunk

Fahndungsplakat auf Autobahnbrücke

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    Prozess: Pflastersteine und Paletten von Brücken geworfen

    Ein 17- und ein 19-Jähriger sollen im Mai 2018 von Autobahnbrücken Steine und Europaletten auf darunter fahrende Fahrzeuge geworfen haben. Nun müssen sie sich vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth verantworten.

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    Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Mordversuch und andere Delikte vor. Der Prozess vor der Jugendkammer beginnt am Montag (04.02.19).

    Seitenfenster von Regionalzug eingeworfen

    Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die beiden zunächst in Erlangen-Eltersdorf mehrere Steine gegen einen vorbeifahrenden Regionalzug geworfen haben. Drei Seitenfenster gingen dadurch zu Bruch. Anschließend sollen sie in derselben Nacht von Brücken, die über die A3 und die A73 bei Erlangen führen, Pflastersteine und Europaletten auf die Fahrbahnen geworfen haben.

    Staatsanwaltschaft: Reiner Zufall, dass es keine schweren Unfälle gab

    Der Beifahrer eines Lastwagens erlitt durch Glassplitter einer zerschlagenen Windschutzscheibe leichte Verletzungen. Es sei nur dem Zufall zu verdanken, dass es nicht zu schwereren Unfällen gekommen sei, so die Staatsanwaltschaft. Die jungen Männer sollen billigend in Kauf genommen haben, dass die Stein- und Palettenwürfe für Fahrer und Beifahrer hätten tödlich enden können. Deshalb sind die beiden wegen gemeinschaftlich versuchten Mordes in sechs Fällen angeklagt.

    Feuer in leerstehender Düngerfabrik gelegt

    Darüberhinaus soll das Duo Anfang Mai in Erlangen eine leerstehende Düngemittelfabrik in Brand gesteckt haben. Der 19-Jährige und der 17-Jährige haben die Taten gestanden. Die Staatsanwaltschaft hat 20 Zeugen benannt. Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat vier Verhandlungstermine angesetzt. Ein Urteil fällt möglicherweise am 11. Februar.