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Prozess nach Prügeltour und Flucht durchs Toilettenfenster | BR24

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Neun Wochen nach seiner spektakulären Flucht aus der Untersuchungshaft muss sich ein junger Mann aus Afghanistan vor dem Amtsgericht Regensburg verantworten. Er ist wegen mehrfacher gefährlicher Körperverletzung angeklagt.

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Prozess nach Prügeltour und Flucht durchs Toilettenfenster

Im Februar hat ein junger Mann am Regensburger Hauptbahnhof wahllos auf Passanten eingeprügelt. Jetzt kommt der Fall vor Gericht. Dazwischen lag eine Verhaftung und eine spektakuläre Flucht.

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Neun Wochen nach seiner spektakulären Flucht aus der Untersuchungshaft muss sich ein junger Mann aus Afghanistan vor dem Amtsgericht Regensburg verantworten. Er ist wegen mehrfacher gefährlicher Körperverletzung angeklagt.

Rentner brach sich das Bein

Der damals 19-Jährige war im Februar mit einem Kumpel betrunken durch das Viertel rund um den Regensburger Hauptbahnhof gezogen. Die beiden jungen Leute hatten dabei wahllos Passanten angepöbelt und auf sie eingeschlagen. Vier Menschen wurden verletzt. Ein 75 Jahre alter Rentner stürzte unter den Schlägen der jungen Leute auf die Straße und brach sich das Bein. Die beiden Täter wurden noch am selben Abend verhaftet, der 19-Jährige kam in Untersuchungshaft.

Flucht aus dem Konsulat

Fünf Monate später dann nutzte der Häftling einen Besuch im afghanischen Generalkonsulat in Grünwald bei München für seine Flucht. Er entkam durch ein geöffnetes Toilettenfenster. Seine Flucht dauerte sechs Wochen. Am 10. September wurde der junge Mann in Slowenien von der dortigen Polizei festgenommen. Er war den Beamten aufgefallen, als er versuchte, unter falschem Namen einen Asylantrag zu stellen.

Jetzt kann der Prozess in Regensburg stattfinden. Vor dem Amtsgericht muss sich der Mann wegen vierfacher gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und Sachbeschädigung verantworten.