"Justizgebäude I Amtsgericht Landgericht Staatsanwaltschaft" steht auf einem Schild vor einem Gebäude.
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Eine mehrjährige Haftstrafe droht zwei Männern, die ab Mittwoch wegen schwerer Körperverletzung vor dem Landgericht Coburg stehen.

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Prozess: Mann zusammengeschlagen – Opfer jetzt schwerbehindert

Wegen schwerer Körperverletzung stehen ab Mittwoch zwei Männer vor dem Landgericht Coburg. Sie sollen einem 56 Jahre alten Mann im September 2022 in Coburg lebensbedrohliche Verletzungen zugefügt haben. Das Opfer ist jetzt schwerbehindert.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten Franken am .

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Weil sie einen Mann in Coburg im Sommer vergangenen Jahres brutal zusammengeschlagen haben sollen, stehen ab Mittwoch zwei junge Männer in Coburg vor dem Landgericht. Die Staatsanwaltschaft wirft den 20 und 22 Jahre alten Männern schwere Körperverletzung vor. Aktuell sitzen die Angeklagten in Untersuchungshaft.

Schwere Kopfverletzungen bei Sturz gegen Betonpfosten

Nach Ermittlungen der Polizei waren die Beiden im September 2022 gegen 20 Uhr in der Nähe der Coburger Hauptpost mit einem Ehepaar in Streit geraten. Im Rahmen einer verbalen Auseinandersetzung sollen die Angeklagten den 56-Jährigen mit Schlägen gegen den Körper und das Gesicht zu Boden gestoßen haben. Als das Opfer versuchte aufzustehen, fiel er gegen einen Betonpfosten und zog sich schwere Kopfverletzungen zu.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Angeklagten billigend in Kauf genommen haben, dass der Mann schwere Verletzungen davontragen würde. Das Opfer lag viele Wochen mit lebensgefährlichen Verletzungen im Krankenhaus. Die Folgen der Tat zeichnen ihn noch heute: Der Mann ist geistig behindert, das Sprachvermögen erheblich eingeschränkt.

Prozess in Coburg: Mehrjährige Haftstrafte möglich

Sollten die jungen Männer wegen schwerer Körperverletzung verurteilt werden, droht ihnen eine mehrjährige Haftstrafe. Das Gericht hat mehrere Zeugen und Sachverständige geladen, darunter die Ehefrau des Mannes, die den Vorfall miterlebt hatte. Ein Urteil soll nach drei Verhandlungstagen Ende Mai fallen.

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