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Prozess in Landshut: Nigerianer bestreitet Polizistenangriff | BR24

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© pa/dpa/Armin Weigel

Vor dem Landgericht Landshut

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Prozess in Landshut: Nigerianer bestreitet Polizistenangriff

Vor dem Landgericht Landshut hat der Prozess gegen einen Asylbewerber begonnen. Er soll letzten Sommer drei Polizisten angegriffen und mit einer Waffe auf sie gezielt haben. Der 30-Jährige bestreitet die Vorwürfe.

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Im Prozess um den Angriff auf drei Polizisten hat der Angeklagte am Donnerstag, dem ersten Prozesstag, die Vorwürfe bestritten. Dem 30-jährigen Asylbewerber wird versuchter Totschlag und Körperverletzung vorgeworfen.

Widersprüchliche Aussagen vor Gericht

Der Nigerianer sagte vor dem Landgericht Landshut, dass es keinen Grund für ihn gegeben habe, die Waffe gegen die Polizisten zu richten, "weil, die haben ja nur ihren Job gemacht". Die Schusswaffe habe sich im Gerangel gelöst und sei zu Boden gefallen. Er habe sie aufgehoben, um sich damit selbst zu töten.

Einer der Polizisten sagte aus, der Asylbewerber habe zuerst auf die Polizisten gezielt und abgedrückt, danach auf sich selbst. Wegen einer Sicherung an der Waffe hatte sich aber kein Schuss gelöst. Ein Polizist nahm dem Mann schließlich die Waffe weg. Daraufhin versuchte der Asylbewerber, mit einem Sprung aus dem Fenster zu flüchten, was die Beamten jedoch verhinderten.

Familie sei mit Fluch belegt

Als Fluchtgrund aus seinem Heimatland gab der Angeklagte vor Gericht an, seine Familie sei mit einem Fluch belegt. Dieser werde immer auf den Sohn vererbt. Er sei geflohen, um dem Fluch zu entkommen.

Der Vorfall war im Juni letzten Jahres im Landshuter Ausländeramt passiert. Dem Nigerianer wurde damals mitgeteilt, dass er noch am selben Tag abgeschoben werden soll. Daraufhin hat er - laut Anklage - die Polizisten angegriffen, die ihn begleiteten.

Am Donnerstagnachmittag geht der Prozess weiter. Ein Gutachter und ein Arzt des Bezirksklinikums werden aussagen. Ob das Urteil noch am Donnerstag fällt, ist unklar.

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Autor
  • Kathrin Unverdorben
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