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Prozess gegen Reichsbürger | BR24

© BR-Studio Franken

Angeklagter mutmaßlicher Reichsbürger am Amtsgericht Bayreuth

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    Prozess gegen Reichsbürger

    Am Amtsgericht Bayreuth hat der Prozess gegen einen polizeibekannten mutmaßlichen Reichsbürger begonnen. Der 49-Jährige muss sich wegen mehrerer unterschiedlicher Delikte verantworten.

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    Konkret wirft die Anklage dem Mann Urkundenfälschung, Beleidigung und Widerstand gegen Polizeibeamte sowie Sachbeschädigung vor. Alles begann im Dezember 2015: Kurz vor Weihnachten wollte der Angeklagte laut Anklage vier brasilianische Schecks über umgerechnet rund 80.000 Euro bei der Bank einlösen. Dabei habe sich allerdings herausgestellt, dass er auf den Schecks zwar als Begünstigter stand, die Dokumente aber selbst unterschrieben und damit gefälscht hatte.

    Festnahme provoziert?

    Der Angeklagte wird außerdem beschuldigt, mit Gewalt Widerstand gegen Polizeibeamte geleistet und sie zudem beleidigt zu haben. Der Hintergrund: An Heilig Abend 2015 soll er bei der Bayreuther Polizeiinspektion angerufen und sich erkundigt haben, ob ein Haftbefehl gegen ihn vorliege. Nachdem das verneint wurde, soll er eine Straftat angedroht haben. Als die Polizeibeamten ausrückten, um ihn zu kontrollieren, soll er sich zunächst geweigert haben, sich auszuweisen. Als er daraufhin durchsucht werden sollte, habe er kurzerhand ein Blatt Papier angezündet und damit wild vor den Beamten herumgefuchtelt. Letztlich wurde er in Gewahrsam genommen.

    Mit Kot um sich geworfen

    Der dritte Anklagepunkt lautet auf Sachbeschädigung und Beleidigung. Denn in der Arrestzelle hatte der Angeklagte laut Staatsanwaltschaft zunächst die Beamten verbal beleidigt und dann die Toilette mutwillig verstopft und seinen Kot auf die Beamten geworfen. Der Kot verfehlte die Beamten, verursachte aber einen Sachschaden von 200 Euro an einer Wand.