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Landgericht Nürnberg-Fürth
© Daniel Karmann / dpa
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Landgericht Nürnberg-Fürth

Der 63 Jahre alte Heilpraktiker und Volkswirt habe "viel Geld mit Scharlatanerie" mit dem Verkauf eines nicht zugelassenen Krebsmittels kassiert, sagte der Anklagevertreter heute in seinem Plädoyer vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth. Der Mann, der jahrelang eine Öl-Vitamin-Emulsion als Krebsmittel angeboten und damit mehrere Millionen Euro machte, muss sich wegen des Inverkehrbringens von nicht zugelassenen Arzneimitteln verantworten. Ob das in der alternativen Medizin angewandte Mittel wirklich hilft, ist umstritten.

Angeblich Krebs heilendes Mittel

Der Heilpraktiker hatte das Mittel nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft unter anderem mit dem Versprechen verkauft, damit ließe sich ein Krebstumor schrumpfen. Auch wirke es gegen Schulterschmerzen, Autismus und chronische Müdigkeit. Die für sieben Euro erworbenen Drei-Milliliter-Glasfläschchen habe er an Hilfe suchende Patienten für mehrere Hundert Euro verkauft. Insgesamt habe er so rund drei Millionen Euro eingenommen.

Medikament oder Nahrungsergänzungsmittel?

Die Verteidigung hatte dagegen in dem seit Ende Februar laufenden Prozess die Auffassung vertreten, bei dem verkauften Mittel handele es sich lediglich um ein Nahrungsergänzungsmittel. Der Verkauf sei nicht strafbar. Das Gericht hat in dem langwierigen Prozess zahlreiche Experten als Zeugen geladen, um zu klären, ob es sich bei den verkauften Produkten überhaupt um zulassungspflichtige Medikamente handelte.