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Prozess gegen Google abgesagt: Bräustüberl Tegernsee feiert Sieg | BR24

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Der Rechtsstreit zwischen dem Herzoglichen Bräustüberl Tegernsee und Google um Internetangaben zu Wartezeiten ist beigelegt. Der geplante Termin zur mündlichen Verhandlung am Mittwoch vor dem Landgericht München I wurde abgesagt.

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Prozess gegen Google abgesagt: Bräustüberl Tegernsee feiert Sieg

Der Rechtsstreit zwischen dem Herzoglichen Bräustüberl Tegernsee und Google um Internetangaben zu Wartezeiten ist beigelegt. Der geplante Termin zur mündlichen Verhandlung am Mittwoch vor dem Landgericht München I wurde abgesagt.

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Es ist ein Sieg Davids gegen Goliath: Wie der Wirt des Tegenseer Bäustüberls, Peter Hubert, am Dienstagabend der Nachrichtenagentur dpa mitteilte, habe Google den Unterlassungsanspruch anerkannt und um Aufhebung des Gerichtstermins gebeten. Der Internet-Riese sei damit einem Rechtsstreit aus dem Weg gegangen. "Das Bräustüberl hat gewonnen!", teilte die Traditionsgaststätte mit.

Google-Sprecher bestätigt Absage des Gerichtstermins

Ein Google-Sprecher bestätigte die Absage des Termins. "Wir haben die Funktion 'Wartezeiten' ja bereits im Juli wunschgemäß für das Restaurant am Tegernsee gesperrt. Ebenso haben wir die Forderung anerkannt, die Funktion gesperrt zu lassen. Dem Wirt stehe es aber frei, die Wartezeitenangaben in Zukunft wieder freischalten zu lassen.

Wirt: Angaben zu Wartezeiten waren falsch

"Stark besucht" – "Wartezeiten von einer Stunde und mehr": Angaben wie diese waren laut Bräustüberl-Wirt Peter Hubert wochenlang in einem Infokasten zu lesen, wenn man auf Google nach dem Bräustüberl Tegernsee suchte. Doch diese Infos seien schlicht und ergreifend falsch gewesen, sagt Hubert. Solche Infos könnten Gäste abschrecken, die sich vorab im Internet informierten.

Infos über Belegzeiten gibt es bei Google häufig

Der Wirt hatte Google Deutschland gegenüber die tatsächliche Belegung zu den von der Suchmaschinen-Trefferliste aufgeführten Tageszeiten dokumentiert. Doch der Internet-Konzern änderte den Eintrag nicht.

Google erklärte seine Angaben damit, dass die geschätzten Wartezeiten auf anonymen Daten von Personen basierten, die in der Vergangenheit das Restaurant besucht hatten. Den betreffenden Algorithmus hütet Google wie ein Geheimnis. Nicht nur bei beliebten Wirtshäusern zeigt Google mitunter ein Belegungsdiagramm, auch bei Museen, Ärzten und vielen anderen besucherstarken Einrichtungen.

Google reagierte erst nach Medienberichten

Erst nachdem Medien wie der BR über die Klage-Absicht Peter Huberts berichtet hatten, entfernte Google die strittigen Angaben. Dennoch hielt der Wirt an seiner Klage fest. Schließlich sei er nach wie vor der Willkür ausgesetzt. "Wenn die das in vier Wochen wieder draufsetzen, geht der Zirkus von vorne los", so Hubert. Nun feiert der Wirt seinen Sieg über Google.

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Von
  • Manuel Rauch
  • Christoph Dicke
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