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Prozess gegen Abschiebehäftlinge in Ingolstadt | BR24

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Ingolstadt: Prozess wg Brandstiftung und versuchter Gefangenenmeute

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Prozess gegen Abschiebehäftlinge in Ingolstadt

Schwere Brandstiftung und versuchte Gefangenenmeuterei, so lautet die Anklage der Staatsanwaltschaft gegen zwei Abschiebehäftlinge. Die beiden Männer aus Russland und Aserbaidschan müssen sich ab heute vor dem Landgericht Ingolstadt verantworten.

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Den heute 36- und 25-Jährigen wird vorgeworfen, am 24. Dezember 2018 einen Matratzenberg sowie Papier und Kleidungsstücke in Brand gesetzt zu haben, um das dadurch entstehende Chaos zur Flucht aus der Abschiebehaft zu nutzen.

Zuvor hatten die beiden Männer versucht, andere Mithäftlinge zur Teilnahme an der Aktion zu überreden, allerdings vergeblich. Die beiden Angeklagten befanden sich zur Tatzeit zur Sicherung ihrer geplanten Abschiebung in der JVA Eichstätt.

Ein Mithäftling erlitt Rauchvergiftung, 50.000 Euro Schaden

Durch das gelegte Feuer erlitt ein Mithäftling eine Rauchvergiftung. Insgesamt waren an diesem Weihnachtsabend 82 Menschen in der JVA Eichstätt. Das Feuer zerstörte ein Zimmer und eine Nasszelle vollständig. Dadurch entstand ein Schaden von rund 50.000 Euro. Zusätzlich zerstörten die Angeklagten Brandmelder und blockierten die Brandtüren der JVA.

Durch den Brand kam es zu einem Aufruhr der übrigen Abschiebehäftlinge. Die Lage konnte durch die Sicherheitskräfte aber schließlich unter Kontrolle gebracht werden.