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Bayern

Prozess: Chef rächte sich mit Liebespuppe und Dildo | BR24

© dpa-Bildfunk/Volker Hartmann

Gericht (Symbolbild)

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    Prozess: Chef rächte sich mit Liebespuppe und Dildo

    Ein besonders kurioser Fall von digitaler Urkundenfälschung wurde in Kitzingen verhandelt. Vor dem Amtsgericht musste sich ein ehemaliger Unternehmer verantworten, der sich online an seinen Mitarbeitern rächen wollte. Das Urteil fällt am 4. Dezember.

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    Nachdem ihn sieben Angestellte verklagt hatten, benutzte der 54-jährige aus Volkach (Lkr. Kitzingen) deren Identitäten, um im Internet in ihrem Namen einzukaufen. Die ahnungslosen Mitarbeiter erhielten ihre "vermeintlichen Bestellungen" mit oft pikanter Note. So bekam ein Angestellter eine Liebespuppe zugeschickt, eine Mitarbeiterin erhielt einen Dildo.

    Rachewahn reichte von Küchenmaschine bis zum Lehrbuch für Strafrecht

    Die georderten Artikel reichten von der Küchenmaschine bis zum Mobilfunkvertrag. In seinem Rachewahn bestellte der junge Geschäftsführer für einen weiteren Angestellten sogar ein Lehrbuch für Strafrecht.

    Urteil in zwei Wochen

    Für den Prozess sind drei Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil soll am 4. Dezember fallen. Urkundenfälschung wird mit Geldstrafe und in schweren Fällen mit Freiheitsstrafe bis zu vier Jahren geahndet.