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Prozess: 57-Jähriger soll Rottweiler auf Mann gehetzt haben | BR24

© BR/Konstantin König

Der Angeklagte und sein Anwalt betreten das Gericht in Deggendorf

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Prozess: 57-Jähriger soll Rottweiler auf Mann gehetzt haben

Ein Rottweiler soll im Landkreis Regen einen Mann angegriffen und verletzt haben. Der 57-jährige Besitzer steht wegen des Vorfalls vom März 2018 vor Gericht. Er habe den Rottweiler auf das Opfer gehetzt, so der Vorwurf.

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Der 57-Jährige, der sich vor dem Landgericht Deggendorf wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten muss, war offenbar wütend auf eine Wirtin. Diese hatte ihn im März 2018 aus einem Lokal im Landkreis Regen verwiesen.

Bisse in das Gesäß und in die Hand

Der Angeklagte, so der Vorwurf, habe den Ehemann der Wirtin getreten und als "Drecksau" bezeichnet. Dann soll der 57-Jährige seinen Rottweiler auf das Opfer gehetzt haben. Der Angegriffene konnte nach Angaben der Staatsanwaltschaft in das Lokal flüchten. Auf dem Weg dorthin habe ihm der Hund in das Gesäß und in die Hand gebissen.

Angeklagter leidet unter schizoaffektiver Störung

Wenige Tage später soll der Angeklagte in Zwiesel eine Bekannte bedroht und geschlagen haben. Ein psychiatrisches Gutachten hat inzwischen ergeben, dass der 57-Jährige an einer schizoaffektiven Störung leidet. Er sei nicht in der Lage gewesen, das Unrecht seiner Taten einzusehen.

Deshalb muss die Strafkammer prüfen, ob der Angeklagte eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt und ob die Unterbringung in der geschlossenen Abteilung eines psychiatrischen Krankenhauses angeordnet werden muss. Der Angeklagte schweigt bislang zu den Vorwürfen. Es ist deshalb eine umfangreiche Beweisaufnahme mit fünf Zeugen und einer Sachverständigen vorgesehen.

Das Urteil soll voraussichtlich noch heute fallen.