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Prozess: 23-Jähriger soll rechten Terror-Anschlag geplant haben | BR24

© BR/Jonas Miller

Ein 23-Jähriger soll einen rechten Terror-Anschlag geplant haben. Deshalb steht er vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth.

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Prozess: 23-Jähriger soll rechten Terror-Anschlag geplant haben

Ein mutmaßlicher Rechtsextremist steht in Nürnberg vor Gericht. Der 23-Jährige aus dem Landkreis Cham soll einen Anschlag auf eine Synagoge oder Moschee geplant haben und wollte nach Überzeugung der Ermittler viele Menschen töten.

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Die Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus wirft dem 23-Jährigen Elektriker aus dem Landkreis Cham vor, einen Terroranschlag vorbereitet zu haben. Den Anschlag wollte der Mann demnach an einem "Ort der Andacht" durchführen und habe sich dafür Waffenteile beschafft, so der Vorwurf.

Übungen mit dem Sturmgewehr in Tschechien

Darüber soll sich der Oberpfälzer in der rechten Chatgruppe "Feuerkrieg-Division" ausgetauscht haben. In dieser Chatgruppe kommunizierten Rechtsextreme aus mehreren Staaten miteinander. Nach BR-Informationen soll der 23-Jährige bereits mit einem Sturmgewehr auf einem Schießstand in Tschechien geschossen und an verschiedenen Orten im Landkreis Cham mit eigenen Waffennachbauten geübt haben.

23-Jähriger wollte "Heiliger" werden

Den Ermittlungen zufolge beschäftigte sich der Beschuldigte mit dem Anschlagsvideo des Attentäters von Halle, bei dem ein mutmaßlicher Rechtsterrorist zwei Menschen tötete und zuvor versucht hatte, in einer Synagoge ein Blutbad anzurichten. In der Chatgruppe schrieb der Oberpfälzer demnach, dass er ein "Heiliger" werden wolle.

Der 23-Jährige nannte sich in den Chatforen "Heydrich", nach dem SS-Mann Reinhard Heydrich, der im Hitler-Regime als einer der führenden Köpfe bei der Organisation des millionenfachen Massenmordes vor allem an Juden galt.

Waffen bei Hausdurchsuchung sichergestellt

Für den Prozess am zuständigen Landgericht Nürnberg-Fürth sind vier Prozesstage angesetzt. Der junge Mann war Anfang Februar im Landkreis Cham festgenommen worden. Bei einer Hausdurchsuchung waren auch mehrere Waffen sichergestellt worden.

© BR/Miller

Ein mutmaßlicher Rechtsextremist muss sich vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth verantworten. Der 23-Jährige aus dem Landkreis Cham steht wegen des Verdachts, einen Terroranschlag vorbereitet zu haben, vor Gericht.

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